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Im Luchsgehege wird gebaggert

Noch dieses Jahr soll im Bruderhaus ein Luchsweibchen einziehen. Die Przewalski-Pferde erkunden derweil ihr neues Zuhause, das sie sich bald mit den Mufflons teilen.

Der Bagger hat bereits eine Spur durchs Luchsgehege gezogen. Bald sollen die Fundamente für den Zaun fertig sein, der das steile Tobel in zwei ungleiche Hälften teilt. Dann ist der Wildpark bereit für den Einzug der Luchsdame. Seit 2010 bewohnt Bruderhaus-Luchs Aaron das Gehege alleine. Der neue Dreimeterzaun ist nötig, damit sich die Katzen nicht gleich an die Kehle gehen, sondern sich aneinander gewöhnen können. «Es gibt keine Erfolgs­garantie», sagt Stadtförster Beat Kunz. Luchse verteidigen ihr Revier. 2001 tötete Luchs Luv im Bruderhaus ein junges Weibchen. Sollten sich Aaron und seine neue Partnerin nicht vertragen, blieben sie dauerhaft getrennt. Beide Gehegeteile sind gross genug und haben Zugang zum Wasser. Nachwuchs nicht erwünscht Dass der 14-jährige Aaron auf seine alten Tage noch Gesellschaft kriegt, verdankt er der Wohnbaugenossenschaft GWG. Sie spendete der Stadt zu ihrem 750-Jahr-Jubiläum 50 000 Franken. Der Gehegeumbau, der aus Spargründen aus dem Budget gefallen war, war damit wieder möglich. Für die Baggerarbeiten wird die Raubkatze übrigens nicht extra weggesperrt. An den Hebeln der Baumaschine sitzt ein erfahrener Wildparkmitarbeiter. Egal wie gut das neue Luchs­paar miteinander auskommt, Nachwuchs wird es auch im neu unterteilten Gehege nicht geben. Das namenlose Weibchen aus dem Basler Tierpark Lange Erlen ist kastriert, wie der dortige Parkdirektor Bruno Ris erklärt. «Achtzig Prozent des Luchsnachwuchses in Tierparks kann nicht platziert werden und muss eingeschläfert werden.» Tier-WG beschnuppert sich Der grosszügige neue Gehegeteil der Przewalski-Pferde, der zwei Sommer lang fast fertig leer stand, ist inzwischen bezogen. Bald soll auch der Zaun weichen, der die Pferde von ihren neuen Mitbewohnern, den Mufflons, trennt. «Vorher müssen wir aber die Mufflons an die Brücke gewöhnen», sagt Kunz. Über den Steg, zu schmal für ein Pferd, aber nicht ein Schaf, können sich die Mufflons zurückziehen, wenn die Stuten sie zu sehr herumscheuchen.

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