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Im Westen gings wild zu und her

Genf. Spengler-Cup-Sieger Genf-Servette rang im ersten Spiel nach dem Triumph in Davos den SC Bern 3:1 nieder.

Ist das der Unterschied zwischen einem Sieger und einem «Mitläufer»? Genf-Servette, das seinen Erfolg in Davos vor dem Anpfiff gegen den SC Bern pompös feierte, gewann den ersten Match des Jahres; der HC Davos aber, bei seinem Turnier im Halbfinal gescheitert, verlor in Rapperswil 1:3.

Fakt auf jeden Fall ist: Genf-Servette hat mit diesem Sieg über den Meister drei wichtige Punkte im Duell mit Lausanne um einen Playoff-Platz gewonnen. Die Lausanner hätten am Donnerstag mit drei Punkten noch auf Kosten der Genfer unter die besten acht Teams vorrücken können, sie verpassten das mit der Niederlage nach Penaltyschiessen gegen Lugano – und nun liegen sie vier Punkte hinter Platz 8 und Genf (bei zwei Spielen weniger allerdings).

Genf – SCB war eine hart geführte Partie, die durch einen Glücksschuss entschieden wurde. Ein Versuch des Letten Kaspars Daugavins prallte von der Schulter des Teamgefährten Eliot Berthon ab und senkte sich unhaltbar über Marco Bührer ins Tor zum 2:1. Der Berner Keeper reklamierte zuerst eine Regelwidrigkeit, die Schiedsrichter sahen aber in der Aufzeichnung, dass der Treffer korrekt erzielt worden war. Am Ende hiess es gar 3:1 für die Genfer, weil Matthew Lombardi in der letzten Sekunde ins leere Berner Tor traf.

Kurz zuvor hatten sich tumultartige Szenen abgespielt, es ging im Westen wild zu und her. Nach 59:53 gerieten der Berner Travis Roche und der Genfer Alexandre Picard aneinander, dann entledigten sich Byron Ritchie (SCB) und Chris Rivera (Genf) der Handschuhe und der Trikots. Die beiden verloren während ihres Kampfes auch noch weitere Ausrüstungsgegenstände. Ritchie nahm sich Rivera zur Brust, weil der kurz vor Ende des ersten Drittels eine äusserst theatralische Schwalbe produziert hatte. Heute kommt es in Bern zum Rückspiel. Es dürfte kaum freundschaftlich zu und her gehen.

Die Rapperswil-Jona Lakers stehen zwar weiterhin am Tabellenende, aber sie haben trotzdem schöne Aussichten. Denn sie könnten erstmals in dieser Saison dreimal in Folge gewinnen. Vor Weihnachten gewannen sie in Genf nach einem 0:2-Rückstand 3:2, gestern liessen sie sich einen 3:0-Vorsprung nach 20 Minuten gegen den HCD nicht mehr nehmen. Die Bündner brachten nur noch einen Treffer zustande. Davos war im ersten Drittel ständig einen Schritt zu spät.

Wieder mal ein Zuger Sieg

Einen guten Start ins neue Jahr erwischte auch der zuletzt arg gebeutelte EV Zug: Nach fünf Niederlagen in Folge gewann er endlich wieder drei Punkte. Gegen Ambri schien es zwar, als ob die Verlängerung über den Gewinner entscheiden müsse, doch nach 58:31 traf Josh Holden zum 3:2. Sven Lindemann hatte vorher in Unterzahl für die Zuger zum 2:2 ausgeglichen. Ambri verlor nach zuletzt drei Siegen in Folge erstmals wieder, liegt auf Rang 2 aber noch immer 25 Punkte vor den höher eingestuften Zugern. (red)

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