Zum Hauptinhalt springen

Immerhin zwei neue Serien

Mit ZSC Lions – Biel und Bern – Lausanne bringt die Hälfte der Playoff-Viertelfinal-Serien Neuland.

Viele sprechen von einem Final ZSC Lions – SC Bern – was aufgrund der Qualifikation ja auch eine durchaus logische Paarung wäre. Doch der Weg dorthin ist noch lange. Denn die Regel ist es nicht, dass sich die Nummern 1 und 2 der Saison auch im Final duellieren. Beide Favoriten sind Teil von «neuen» Serien. Die Lions treten zum ersten Mal im Playoff gegen Biel an, die Berner zum ersten Mal gegen Lausanne.

Wie die Lions gegen Biel weisen auch die Berner eine negative Saisonbilanz gegen Lausanne auf. In den vier Direktduellen setzte sich dreimal Lausanne durch. Gegen keinen anderen Gegner ist die Bilanz des SCB schlechter. Dennoch wäre ein Scheitern für den 13-fachen Schweizer Meister ein erneutes Desaster. «Wir müssen top spielen, um Lausanne zu be­zwingen», sagte Martin Plüss. «Schluss­endlich haben wir aber genügend Qualität, um die Serie für uns zu entscheiden. Wir werden in der Defensive sehr stark spielen und ihnen nichts geben.»

In Bern sah es nach der verpfuschten letzten Saison lange gar danach aus, als würde der SCB die Qualifikation für sich entscheiden. Doch nach vier Niederlagen in Serie vor der letzten Runde fiel er noch auf den 2. Platz zurück. «Manchmal ist es eine gute Sache, dass man in solchen Spielen mit mittelmässigen Leistungen verliert, damit man nichts für selbstverständlich nimmt und die ­kleinen Sachen richtig macht», erklärt Plüss.

Luganos langes Warten

Lugano – Genf-Servette hiess ­bereits im vergangenen Jahr ein Viertelfinal, damals setzten sich die Genfer 4:1 durch. Ein ähnlich klares Verdikt würde diesmal erstaunen. Spielerisch liegen die Vorteile aufseiten der Tessiner, die mit Fredrik Pettersson und ­Linus Klasen auf die beiden besten Skorer der NLA zählen können. Ende Dezember wurde die Offensive mit NHL-Rückkehrer Damien Brunner weiter veredelt.

2006, als sie ihren bisher letzten Meistertitel holten, gewannen die Tessiner zum letzten Mal eine Playoff-Serie! Nun soll es gelingen, auch weil Lugano zum ersten Mal seit 2007 wieder einmal Heimvorteil in einem Viertelfinal geniesst. Das sagt alles über die letzten acht Jahre des HCL aus.

Zug – Davos zum Sechsten

Zug und Davos treten bereits zum sechsten Mal in den Playoffs gegeneinander an. In den ersten drei Serien setzte sich dreimal der EVZ durch (1998 im Final), danach zweimal die Bündner. Das Heimrecht geniessen die Zuger, da sie zum Abschluss der Qualifikation in Davos 3:2 gewannen. Dies könnte der entscheidende Vorteil sein, da beide Teams in der Qualifikation vor heimischem ­Publikum überzeugten. Beide gewannen 18 von 25 Partien. Die Zuschauer können in dieser Serie auf viele Tore hoffen, treffen doch die zwei treffsichersten Equipen aufeinander. Dass sich die Zuger gegenüber der vergangenen Saison, in der sie die Platzierungsrunde hatten bestreiten müssen, enorm steigerten, hat auch stark mit der Verpflichtung von Tor­hüter Tobias Stephan zu tun, der dem chronischen Goalieproblem des EVZ ein Ende setzte. Davos überstand in den letzten drei Jahren die Viertelfinals nicht. red/si

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch