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In die ehemalige Ofenhalle zieht Leben ein

Die Tierklinik ist schon in Betrieb. Die Eröffnung der Wintifit-Filiale steht vor der Tür: Der Umbau der alten Ofenhalle der Firma Keller Ziegeleien kommt zügig voran.

Sie waren die ersten Mietinteressenten. Jetzt sind sie auch die Ersten, die ihren Einzug in die umgebaute Ofenhalle abgeschlossen haben: Am 1. Oktober hat die von Diessenhofen nach Pfungen umgezogene Überweisungsklinik für Hunde und Katzen, die Vet Zen­trum AG, ihre Türen geöffnet. Bereits behandelt ein Fachteam von zwei Tier­chirurgen, einer Tierradiologin, einer Tierinternistin sowie drei Konsiliartierärzten geplagte Vierpföter mit schmerzenden Zahnwurzeln, Knochenbrüchen oder Krebsleiden. «Sie müssen aber von einem Tierarzt überwiesen werden», betont Roman Inauen, Tierchirurg und in Neftenbach wohnhafter Co-Inhaber der Vet Zen­trum AG. Primärdiagnosen würden keine erstellt. «Wir konkurrenzieren die Tierarztpraxen nicht.» Das alte Fabrikgebäude an der Ried­äckerstrasse beim Bahnhof, in dem bis vor etwas mehr als einem Jahrzehnt noch Ziegel gebrannt wurden, wird von Keller Ziegeleien sukzessive einem neuen Verwendungszweck zugeführt. Für das ganze Areal existiert bereits seit Jahren ein Gestaltungsplan. Nun steht der Umbau der 120 Meter langen ehemaligen Ofenhalle kurz vor dem Abschluss. Die Firma Keller will dort selbst einen Grossteil ihrer Büroräumlichkeiten unterbringen. Wintifit in den Startlöchern Während im östlichen Teil des ehemaligen Fabrikgebäudes im Erdgeschoss also bereits diagnostiziert und operiert wird, ist man im ersten Stock momentan noch am Einrichten. Ein Teil der Fitnessgeräte der neuen Wintifit-Filiale ist schon aufgebaut. Mit der Hebebühne werden laufend neue Riesenpakete von aussen heraufgehievt. Geschäftsführer André Tummer telefoniert, instruiert und koordiniert. «Bis zu unseren Tagen der offenen Tür am 27. und 28. Oktober muss alles fertig sein», sagt er. Das in Winterthur Seen niedergelassene Fitnesszentrum expandiert erstmals in seiner 30-jährigen Firmengeschichte. Auf den 1300 Qua­drat­metern des neu eingebauten Obergeschosses der Halle mit dem einzigartig gewölbten Dach soll das gleiche Angebot wie in Seen präsentiert werden. Mietermix noch in Arbeit «Wir wollten immer eine gemischte Nutzung und nicht nur Büroflächen», sagt Peter Keller, Seniorchef der Keller Ziegeleien. «Für Einkaufsläden sind wir hier aber zu weit weg von der Hauptstrasse.» In die umgebaute Fa­brikhalle wird seinen Angaben zufolge auch die Firma Uponor AG einziehen. Die Schweizer Tochtergesellschaft des finnischen Herstellers von Verbund- und Kunststoffrohrsystemen habe am jetzigen Standort, im Industriegebiet Wani in Pfungen, zu wenig Platz. Wer den restlichen Platz in der Halle belegen wird, sei momentan noch nicht spruchreif, wie Keller sagt. Verhandlungen seien im Gang. «Alle Flächen sind aber inzwischen vermietet oder reserviert.» Denkbar wäre, dass sich der Mietermix in der neuen Ofenhalle in Richtung Gesundheitscenter für Mensch und Tier weiterentwickelt. Denkbar wäre aber auch, dass ein Gastronomiebetrieb die bisherige Zusammensetzung ergänzt. Keller, der beim Rundgang durch die Ofenhalle wohl stets auch die ehemalige Ziegelbrennerei vor Augen hat, zeigt sich mit dem Umbau zufrieden. «Wir machen das Beste daraus.» Die Umnutzung des Ziegeleiareals veranlasste auch den Gemeinderat vor rund einem Jahr, eine Studie zur konzeptionellen und gestalterischen Verbesserung des Areals Bahnhof Pfungen-Neftenbach in Auftrag zu geben. Ein erster Entwurf liege vor, heisst es beim Bauamt.

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