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In grosser Hitze und dichtem Rauch

Das Haus diente bisher der Gemeinde für die Verwaltung, jetzt noch der Feuerwehr für eine Übung – und demnächst wird es abgebrochen.

Den ersten Spatenstich zur Realisierung ihres 6,5-Millionen-Projektes hat die Genossenschaft Schiterberg bereits zelebriert («Landbote» vom 27. Oktober), aber die Bauarbeiten haben an der Kanzleistrasse 2 noch nicht in grossem Stil begonnen. «Zuerst soll noch die Feuerwehr wüten und sich so richtig austoben können», verlautete es in den Reden zum ersten Spatenstich.

Die Feuerwehr Andelfingen und Umgebung nutzte das Angebot gerne und führte am Donnerstagabend eine grössere Übung durch. Dabei konnte von «Wüten» und «Austoben» allerdings nicht die Rede sein. Andreas Wanner, Zugchef des Zugs Nord: «Die Übung haben wir so vorbereitet, dass sich alles in sehr kon­trol­lier­tem Rahmen abspielen konnte.» Das heisst zum Beispiel: Es galt, die gesetzliche Vorschrift zu beachten, dass nur naturbelassenes Holz in Brand gesteckt werden darf. Behandeltes ist – wegen der Ab­gase und des Feinstaubs – nicht ganz harmlos.

Mit der Handschiebeleiter

Die Übungsanlage war die folgende: Im Innern des Hauses ist Feuer ausgebrochen. Die Bewohner der oberen Geschosse können die Treppe wegen des dichten Rauchs und der grossen Hitze nicht benützen, müssen aber dringend gerettet werden. Das geschah dann in der Übung von aussen her über die Balkone, indem die Feuerwehrleute eine zehn Meter lange Handschiebeleiter verwendeten und so die Bewohner – zum Einsatz kamen Figuranten – retten konnten. Zugchef Wanner zog am Schluss eine positive Bilanz: «In einem unbekannten Gebäude und ohne Sicht – mit der realitätsnahen 1:1-Übung konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln.»

Jetzt kann die Genossenschaft Schiterberg ihrerseits «wüten und sich austoben»: Bis Ende Jahr wird das Gebäude, das bisher unter anderem die Kleinandelfinger Gemeindeverwaltung beherbergte, abgebrochen sein. Dann wird die Baugrube für den Neubau ausgehoben. Dieser soll – mit Verwaltungsgebäuden im Erdgeschoss, mit zehn altersgerechten Wohnungen dar­über und mit einer Tiefgarage mit 23 Abstellplätzen – am 1. Juli 2014 bezugsbereit sein. (lü)

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