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In Kürze

Regierungsbildung läuftRebellen gegen DschihadistenMinisterin beschimpftGewaltsame Proteste

Kairo. Gut eineinhalb Wochen nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi kommt die Bildung einer Übergangsregierung in Ägypten voran. Der Geschäftsführende Ministerpräsident Hasem al-Beblawi besetzte am Wochenende mehrere Schlüsselressorts, musste aber auch Absagen hinnehmen. Der Christ Hani Kanri soll neuer Finanzminister werden. Der Nobelpreisträger und liberale Politiker Mohammed al-Baradei legte den Amtseid als Vizepräsident für internationale Beziehungen ab.

Damaskus. Dschihadisten aus dem Ausland werden für Syriens Rebellen zunehmend zum Problem. Selbst ernannte Gotteskrieger aus dem Irak töteten am Wochenende einen der führenden Kommandanten der Freien Syrischen Armee. Daraufhin brachen nach Angaben der oppositionellen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Wochenende in der nördlichen Provinz Idlib Kämpfe zwischen den Oppositionskämpfern und radikal­islamischen irakischen Milizionären aus.

Rom. Roberto Calderoli, Senator der rechtspopulistischen Lega Nord, hat mit Äusserungen über die italienisch-kongolesische Integrationsministerin Cecile Kyenge Empörung ausgelöst. Bei einer Lega-Veranstaltung sagte Calderoli: «Wenn ich Kyenge sehe, muss ich an einen Orang-Utan denken.» Der Politiker wurde für seine Aussage in der eigenen Partei kritisiert. Ministerpräsident Enrico Letta bezeichnete die Aussagen als «unannehmbar» und drückte seine Solidarität mit der Ministerin aus.

Istanbul. In der Türkei ist die Polizei erneut in mehreren Städten mit Gewalt gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Aktivisten berichteten von vielen Verletzten. Im südostanatolischen Hatay, in der Hauptstadt Ankara und in Istanbul wurden Kundgebungen von Sicherheitskräften aufgelöst. Wasserwerfer und Reizgas kamen zum Einsatz. Blogger riefen dazu auf, Ärzte zum Kugulupark in Ankara zu schicken. Dort sollen etwa 100 Demonstranten verletzt worden sein. (sda)

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