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In Winterthur ist es laut wie nie

Schon wieder eine Statistik, in der Winterthur schlecht wegkommt. Im ganzen Kanton geht der Fluglärm-Index (ZFI) zurück, doch in Winterthur erreicht er neue Rekorde. Die Gesamtzahl der Betroffenen steigt hier von 557 auf 733. Vor allem die Zahl der in der Nachtruhe gestörten Personen nimmt deutlich zu, von 375 auf 560.

Diese Zahlen muss man relativieren. Im Vergleich zu den wirklich stark belasteten Gemeinden wie Kloten (ZFI: über 5800) oder Opfikon ist der Fluglärm hier ein Randproblem. Trotzdem sind die Winterthurer Zahlen auffallend. Denn auch in den typischen Ostanfluggemeinden wie Zell oder Turben­thal ging der Fluglärm leicht zurück. Warum also mehr Lärm in Winterthur? Die Antwort: Der Osten des Flughafens wird vor allem am Abend stärker durch die häufiger geflogenen Nordstarts mit anschliessender Kurve nach ­Osten belastet. Das bekommen auch einige Gemeinden im Weinland zu hören. Bisher war meist nur vom Ostanflug die ­Rede. Die neuen ZFI-Zahlen zeigen: Im Osten wird der Startlärm immer stärker zum Thema.

Dieses Beispiel macht klar, was der ZFI kann: Er taugt etwas, wenn es darum geht, die Lärmverteilung zu bemessen. Die immer noch viel zu hohen Zahlen zeigen hingegen auch: Um den Lärm zu beschränken, ist der ZFI völlig untauglich.

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