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Infizierter in Spanien gelandet

Die spanische Regierung hat erstmals einen Ebola-Infizierten nach Europa gebracht. Derweil ruft Liberia wegen der Epidemie den Notstand aus.

Auf einem Luftwaffenstützpunkt bei Madrid ist gestern ein mit dem Ebola-Virus infizierter Spanier aus Westafrika gelandet. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, befand sich neben dem erkrankten Geistlichen Miguel Pajares auch eine spanische Nonne an Bord, die mit dem Priester in Liberia zusammengearbeitet hatte, bei der aber bisher keine Ebola-Infektion festgestellt worden ist. Spanien ist nach den USA der zweite westliche Staat, der bei der aktuellen Epidemie in Westafrika einen mit Ebola infizierten Staatsbürger heimgeholt hat. Der Geistliche und die Nonne sollten in einem Madrider Spital unter strengsten Sicherheits- und Quarantänevorkehrungen behandelt werden. Der westafrikanische Staat Liberia hat unterdessen wegen der Ebola-Epidemie den Notstand ausgerufen. Der Ausnahmezustand gilt vorerst für neunzig Tage. Zudem wurde eine Klinik geschlossen, weil sich mehrere Mitarbeiter mit dem Erreger infiziert hatten. Zuvor hatte bereits das Nachbarland Sierra Leone den Notstand ausgerufen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika weiter verstärken und prüft auch einen Einsatz bislang nicht zugelassener Heilmittel. Beratungen über eine eventuelle Freigabe von Substanzen, die zum Beispiel in US-Labors noch in einer frühen Entwicklungsphase sind, will die WHO in der kommenden Woche aufnehmen. Zunächst werde dazu der Rat von Medizinethikern eingeholt, erklärte dazu die stellvertretende WHO-Generaldirektorin Marie-Paule Kieny. sda

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