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Inspiriert vom Leben

Mit ihrem «Urban Crossover» bringen The Doodes frischen Wind in die Musikszene: Am Freitag taufen sie ihr Debüt­album «Straight to the Top».

Ein eingängiges, rockiges Gitarrenriff und Scratchtöne wie bei einem Old-School-Hip-Hop-Mix: «Das ist Rap City Winti, the Doodes am Mic!» Aufgewachsen mit Kanye West und Jay-Z, haben die fünf Jungs aus Winterthur und Umgebung zurück zum Sound der Beastie Boys gefunden und bringen mit ihrem Sound frischen Wind in die Musikszene von Winterthur. Songs wie «Rap City Winti» lehnen sich an Old-School-Hip-Hop an, in anderen hört man den Einfluss von Reggae oder Folk heraus.

The Doodes lassen sich nicht so einfach in eine Schublade stecken: «Wir haben nicht einfach einen Musikstil, sondern viele verschiedene», sagt Sänger und Frontmann Pascal Brunner. Hip-Hop- und Reggae-Elemente mischen sich mit Electro, Indie- und Folk-Klängen oder auch mal Balkan Beats. «Urban Crossover» nennt Brunner diesen Stil, der nicht nur mehrere Musikrichtungen vereint, sondern eben auch viel Urbanes einfliessen lässt.

Party, Liebe, Spass

Nicht nur in ihrem Sound überwinden The Doodes Grenzen: In der Schweizer Musiklandschaft hat sich die junge Band – die Mitglieder sind alle Anfang zwanzig – schnell einen Namen gemacht, sie ist bei so ziemlich jedem mittelgrossen Open Air der Schweiz schon einmal auf der Bühne gestanden. Zu den Highlights gehört ihr Auftritt an den Musikfestwochen im letzten Sommer. Die grosse Stärke der Band: ihre positive Ener­gie­, von der der Sound durchtränkt ist.

«Wenn wir auf der Bühne stehen, herrscht automatisch gute Stimmung», sagt Brunner, besser bekannt als «Party P». Und diese überträgt sich in Windeseile aufs Publikum. Mit ihren ener­gie­geladenen Live-Shows sorgen die Jungs bei jedem Konzert für ein Fest.

Mehr als ein Jahr hat die Band am Debüt­album «Straight to the Top» gearbeitet. Die Songs sind Eigenkompositionen, inspiriert vom noch jugendlichen Leben in den verruchten Hinterhöfen zwischen idyllischen Gartensiedlungen in Winterthur: Party, Liebe, Spass – das sind die Themen von Songs wie «Summer & Single», «Twins», «Mona Mélis» oder «Badi».

Die Texte erzählen von den schönen Seiten des Lebens, kommen aber auch mal sozialkritisch und fordernd wie in «I Know», «Shaun Dawn» oder im «In­tro» daher. Gesungen wird in Mundart, Französisch und Englisch – ein sprachlicher Mix, der perfekt zur kreativen Vielfalt der Stile passt. Und diese wird von den Doodes zum Beispiel in «Paris» bis aufs Äusserste ausgekostet.

Kein einfaches Jahr

Dass die fünf Musiker sehr viel Herzblut in ihr erstes Album gesteckt haben, hört man den Songs an. Sieben Gastmusiker sind auf dem Album vertreten, sie werden morgen auch im Salzhaus auf der Bühne stehen. Ganz nach dem Motto «Straight to the Top» gehen sie ihren Weg.

Dabei war es für die Doodes kein einfaches Jahr: Der unerwartete Tod von Bassist und MC Demian stellte die Band vor die Frage, wie es weitergehen sollte. «Es war hart, wieder in den Bandraum und ins Studio zu gehen», sagt Brunner. Doch für alle war klar: «Wir haben mit Demian angefangen und wollten das Album auch mit ihm fertig machen», erklärt Brunner.

Die Gesangsspuren von MC Demian hatten sie bereits aufgenommen. Seine Stimme – und an einigen Stellen auch sein Lachen – ist nicht nur auf dem Album zu hören, auch auf der Bühne wird sie bei den mit Demian zusammen geschriebenen Songs digital eingespielt. «Wir haben den besten Weg gesucht, die Songs zu Ende zu bringen. Zudem wollten wir den Tod auch nicht totschweigen», sagt Brunner. Die Trauer und die Erinnerung an den schmerzlich vermissten Mitmusiker und guten Freund ist im Song «MCD», dem für ihn komponierten Song, denn auch explizit Thema, einem Song, der den ganzen Schmerz und die Emotionen auf den Punkt bringt und zeigt: The Doodes machen aufrichtige Musik mit dem Herzen.

The Doodes

Live: Freitag, 17. Januar, 20 Uhr, Salzhaus, Untere Vogelsangstrasse 6 Support: Fearlefunk

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