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Investitionen treiben Steuern in die Höhe

Um zwei Prozentpunkt soll der Steuerfuss der künftigen Einheitsgemeinde Rickenbach im nächsten Jahr steigen. Schuld daran ist die neue Mehrzweckhalle.

Die Einweihung der neuen Mehrzweckhalle in Sulz ist noch nicht lange her. Deren Bau wirkt sich nun nicht nur auf den Sportunterricht und das Vereinsleben aus, sondern auch auf den Steuerfuss der Gemeinde. Denn dieser soll um zwei Prozentpunkte – von 102 auf 104 – Prozent steigen (inklusive Schulen). Per 1. Januar 2015 wird Rickenbach eine Einheitsgemeinde. Die Güter von Primarschule und politischer Gemeinde werden zusammengelegt. «Damit hat die Steuererhöhung aber nichts zu tun», sagt Finanzvorsteher Christoph Lang. «Auch ohne Einheitsgemeinde hätte die Schule mehr Steuergelder benötigt.»Das erste gemeinsame Budget von Primarschule und Gemeinde rechnet mit einem Aufwand von rund 13 Millionen und einem Ertrag von 12 Millionen Franken. Auf die Primarschule entfallen dabei rund 4,8 Millionen Franken Aufwand und 4,2 Millionen Franken Ertrag. Politische Gemeinde und Primarschule brauchen zusammen 84 Steuerprozent. Hinzu kommt der Steuerfuss der Sekundarschulgemeinde von 20 Prozentpunkten.

Zehn Prozent abschreiben

Das Eigenkapital der neuen Einheitsgemeinde beträgt 8 Millionen Franken. Dieses soll um das budgetierte Defizit von rund einer Million Franken schrumpfen. Grund dafür sind aber nicht etwa steigende Kosten, wie Lang ausführt. «Es sind die gesetzlichen Vorgaben für die Abschreibungen», sagt er. Die Gemeinde muss zehn Prozent der Investitionen in die neue Mehrzweckhalle abschreiben. Die Halle hat gut 10 Millionen Franken gekostet, weshalb allein 900?000 Franken des Defizits auf diese Abschreibungen zurückzuführen sind.

Weitere Investitionen nötig

«Da wir über genügend Eigenkapital verfügen, fanden wir ein Defizit von rund einer Million Franken vertretbar», sagt Lang. «Höher wollten wir aber nicht gehen.» Deshalb müsse man die Steuereinnahmen steigern. Denn auf die Gemeinde kommen im nächsten Jahr noch einige Investitionen zu: Rund 1,4 Millionen Franken werden für die Sanierung der Kläranlage in Ellikon benötigt, zudem müssen Liegenschaften und Strassen saniert werden. Es sind Nettoinvestitionen von rund 2,3 Millionen Franken budgetiert.Mit dem neuen Finanzausgleich, der seit 2012 in Kraft ist, sei der Steuerfuss flexibler geworden, sagt Lang. Die Marke von 112 Prozent, mit der es im alten System noch Gelder aus dem Ausgleichstopf gab, ist gefallen. Ob man die Steuern 2016 nochmals erhöhen müsse, sei noch offen. Bisher habe man meistens besser abgeschnitten als budgetiert. «Darum bin ich optimistisch», sagt Lang.Am Donnerstag, 4. Dezember, befinden die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung im Sekundarschulhaus Bungert über Budget und Steuerfuss 2015. Weiter wird über drei Einbürgerungen abgestimmt.

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