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Israel zieht Soldaten ab – Kämpfe gehen weiter

Erneut gab es einen israelischen Luftangriff auf eine UNO-Schule im Gazastreifen. Die UNO ist besorgt.

Die israelische Armee hat nach der weitgehenden Zerstörung von Tunneln der Hamas mit dem Abzug von Truppenteilen aus dem Gazastreifen begonnen. Sie stellte sich auf grenznahem israelischem Boden auf, und die Kämpfe wurden fortgesetzt. Nach palästinensischen Angaben starben bei einem neuerlichen israelischen Luftangriff auf eine UNO-Schule zehn Menschen im südlichen Gazastreifen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon sprach von einer Gräueltat und einem Verbrechen. Diejenigen, die für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlich seien, müssten zur Rechenschaft gezogen werden, erklärte Ban in New York. Das UNO-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (Unrwa) bestätigte, gemäss Berichten seien nahe der Schule in Rafah, in der 3000 Menschen Schutz gesucht hätten, Geschosse eingeschlagen. Bei dem Bombardement habe es offenbar «zahlreiche Tote und Verletzte» gegeben. Unrwa-Chef Pierre Krähenbühl äusserte «Erschütterung und Unglauben» über den wiederholten Beschuss von UNO-Einrichtungen. Laut der Unrwa haben im Gazastreifen 220000 Menschen Zuflucht in UNO-Schulen gefunden. Die UNO warnte zudem vor einer humanitären Katastrophe. Die Zerstörung des einzigen Elektrizitätswerks in der Küsten-enklave und der Mangel an sauberem Wasser verschärften die Flüchtlingssituation dramatisch. Die Zahl der Toten des jüngsten Konflikts stieg nach palästinensischen Angaben auf 1770, mindestens zwei Drittel von ihnen sind Zivilisten. Israel hat den Tod von 64 Soldaten und 3 Zivilisten bestätigt. Am Samstagabend hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bereits deutlichgemacht, dass die Militäroffensive auch nach der Zerstörung des Tunnelsystems der Hamas fortgesetzt werde, bis «wir unsere Ziele erreicht haben, die Sicherheit für die israelischen Bürger wieder herzustellen».

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