Extremismus

IS-Rückkehrerin verweigert Therapie

Zwei Winterthurer Geschwister reisten in den Dschihad. Im Februar standen sie darum vor dem Jugendgericht. Jetzt beschäftigt sich die Justiz wieder mit ihnen.

Das Zürcher Obergericht muss sich ein weiteres Mal mit den Winterthurer Jugendlichen befassen.

Das Zürcher Obergericht muss sich ein weiteres Mal mit den Winterthurer Jugendlichen befassen. Bild: Keystone

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Man nannte sie «IS-Geschwister»: die zwei Dschihad-Touristen aus Winterthur. Auch nach ihrem Prozess vor dem Jugendgericht im Februar sorgen die beiden für Gesprächsstoff. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass der 21-jährige Bruder bei einer Razzia gegen radikalisierte Islamisten festgenommen wurde. Nun sorgt auch seine Schwester für Neuigkeiten. Wie aus einem Bundesgerichts-Urteil hervorgeht, akzeptiert die 20-Jährige ihre Verurteilung nicht und ficht den Entscheid des Jugendgerichts Winterthur an, das sie zu zehn Monaten bedingt plus Gesprächstherapie verurteilte. Gegenstand des Bundesgerichts-Urteils ist vor allem diese Behandlung. Zunächst akzeptierte die junge Frau die Therapie. Als sie volljährig wurde, begann ihr Widerstand gegen die ambulante Massnahme.

Wie der SonntagsBlick berichtet, verwiesen die obersten Richter des Landes den Fall ans Zürcher Obergericht zurück; es soll darüber befinden, ob man die junge Frau zwangsweise in Therapie schicken will, sie also von der Polizei zur Behandlung bringen lässt. Bis zum Entscheid, ob die Therapie aufgehoben oder weitergeführt wird, muss Esra L* dort nicht erscheinen. (red)

Erstellt: 15.12.2019, 15:44 Uhr

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