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«Viele dachten, wir seien ein Puff»

Mitten in der Altstadt steht ein Haus, das anders ist als die anderen: rote Leuchtherzen vor blinden Fenstern. Das Red House ist die letzte Striptease-Bar der Stadt. Am Samstag schliesst sie, nach 40 Jahren. Wirtin Chou-Chou erklärt warum.

Mit dem Red House an der Steibi schliesst die letzte Strip-Bar der Stadt. Die Ära der Cabarets geht auch in Winterthur zu Ende.
Mit dem Red House an der Steibi schliesst die letzte Strip-Bar der Stadt. Die Ära der Cabarets geht auch in Winterthur zu Ende.
Marc Dahinden
Der Eingang zeigt, was drinnen wartete: Junge Frauen und nackte Haut.
Der Eingang zeigt, was drinnen wartete: Junge Frauen und nackte Haut.
Marc Dahinden
Ende Woche wird alles herausgerissen. Das verruchte Halbdunkel des 'Red House' weicht einem gut beleuchteten Café. Die Altstadt Winterthurs ist um ein Geheimnis ärmer.
Ende Woche wird alles herausgerissen. Das verruchte Halbdunkel des 'Red House' weicht einem gut beleuchteten Café. Die Altstadt Winterthurs ist um ein Geheimnis ärmer.
Marc Dahinden
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«Wenn mich jemand gefragt hat, was ich beruflich mache, habe ich immer gesagt: Ich bin Wirtin. Es stimmt ja auch. Das Red House habe ich 1984 übernommen.

Ich war zuvor als junge Frau aus dem Welschland nach Winterthur gekommen um Deutsch zu lernen. Dann ging ich nach Lausanne zurück für die Wirteschule, und kaum hatte ich mein Patent, bot mir mein früherer Chef an, das Red House zu übernehmen. Komisch kam mir das nie vor – es war ein gut laufendes Lokal in der Altstadt, seit sieben Jahren offen, mit viel Kundschaft. Meine Familie hatte kein Problem damit, dass ich ein Cabaret führe.

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