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IWF grundsätzlich zufrieden mit internationaler Geldpolitik

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist grundsätzlich zufrieden mit den Zentralbanken. Der Fonds hält die aussergewöhnlichen Anti-Krisenmassnahmen der westlichen Zentralbanken für hilfreich, warnt aber vor gefährlichen Neben- und Folgewirkungen.

Kurzfristig hätten Liquiditätsspritzen für die Banken, Wertpapier-Käufe und eine lockere Geldpolitik der Notenbanken in Japan, den USA und Europa die Stabilität der Finanzmärkte gesichert und massive Marktturbulenzen verhindert, urteilte der IWF in seinem auszugsweise veröffentlichten Bericht zur globalen Finanzstabilität. Auf mittlere Sicht und speziell beim Ausstieg aus dieser Politik drohten aber hohe Risiken. Dennoch rät der Fonds: "Trotz allem sollte die Geldpolitik so lange sehr unterstützend (für die Konjunktur) bleiben, bis der Aufschwung sich gut gefestigt hat." Mit seiner Analyse greift der Fonds in die Debatte in Wissenschaft und Politik ein über das Für und Wider von Anleihen- und Wertpapierkäufen, von Flutungen der Finanzmärkte mit billigem Feld durch die Notenbanken in New York, Tokio, Frankfurt und London. EZB-Direktor Jörg Asmussen verteidigte in einem Zeitungsinterview Aktionen der Europäischen Zentralbank aus diesem Instrumentenkasten. Ein Allheilmittel zur Lösung aller Probleme könne die Geldpolitik aber nicht sein, sagte er. Der IWF fasst die traditionellen wie unkonventionellen Instrumente der Notenbanken unter dem Begriff "MP-Plus" zusammen. Was die kurzfristigen Effekte angehe, so scheine diese Politik ihr vorrangiges Ziel erreicht zu haben: nämlich die Finanzstabilität und das Funktionieren der Finanzmärkte abzusichern. "Allerdings: je länger die MP-Plus Politik verfolgt wird, desto grösser wird die Zahl der Risiken für die Zukunft", warnte der Fonds. Grundsätzlich sollten die Entscheidungsträger im Blick behalten, dass Risiken auf andere Teile des Finanzwesens - Schattenbanken, Pensionsfonds, Versicherungen - verlagert werden. Es könnten Übersprungeffekte auf andere Länder entstehen. Besonders risikoreich erscheint dem Fonds der Zeitpunkt, an dem die Zentralbanken irgendwann aus dieser MP-Plus-Politik aussteigen. Dann drohten vielfältige Gefahren, wie zum Beispiel Marktturbulenzen, Kurseinbrüchen und Zinsanstiegen. Für diese Situation gebe es praktisch keine vergleichbaren Erfahrungen. (sda)

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