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Jähe Zunahme von Hinrichtungen im Iran

In seinem Bericht über die Menschenrechtslage im Iran zeigte sich Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon besonders besorgt über die abrupte Zunahme von Hinrichtungen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurden im vergangenen Jahr im Iran mindestens 369 Todesurteile vollstreckt. Das seien rund 100 Hinrichtungen mehr als 2012. Ban wiederholte seinen Aufruf zu einem Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe und einem Verbot von öffentlichen Hinrichtungen. Zudem forderte er die Freilassung von Menschenrechtsaktivisten, die einzig wegen der Ausübung ihres Rechts auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Haft sind. Wie schon in den Jahren zuvor bedauerte Ban die mangelnde Bereitschaft des Iran zur Zusammenarbeit mit dem Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage im Iran. In der Debatte über den Bericht von Ban im Uno-Menschenrechtsrat erklärte der Iran am Mittwoch, dass die Todesstrafe nur für schlimmste Verbrechen in Betracht gezogen werde. Im Bericht seien die Schwere der Verbrechen und deren schreckliche soziale Auswirkungen nicht berücksichtigt worden.

Im vergangenen Jahr seien in 22 Ländern Todesurteile vollstreckt worden, teilte Amnesty International gestern mit. Am meisten Fälle habe es in China gegeben, wo jährlich deutlich mehr als 1000 Menschen hingerichtet würden. Dahinter folgen der Iran, der Irak (169 Todesurteile), Saudi-Arabien (79) und die USA (39). In der Region Europa und Zen­tralasien kam es 2013 zu keiner Hinrichtung, weil auch Weissrussland kein Todesurteil vollstreckte. (phh)

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