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Jeder Baum findet seinen Platz

Die Familie Stucki aus Oberwil produziert schon in vierter Generation Christbäume im Eigenanbau. Nur von der Nordmanntanne muss sie dieses Jahr zukaufen. «Wegen Frostschäden.»

In der Schweiz werden jährlich etwa eine Million Weihnachtsbäume verkauft. Rund 400 000 Tannen stammen aus dem Inland. «Für uns ist der Christbaumverkauf der Höhepunkt des ganzen Jahres», sagt Ralf Stucki, der auch zu den inländischen Christbaumproduzenten gehört und jährlich etwa 300 Stück produziert. Er betreibt diese Tradition in vierter Generation, unterstützt von seinem Vater und einem Lehrling. Die Stuckis haben Nordmanntannen, Rottannen, Blaufichten und Weisstannen im Angebot.

Seit der Oberwiler Landwirt die begehrte Nordmanntanne selbst auf einer Plantage anbaut, ist er bei der IG Schweizer Christbaum dabei. Dem Verein, der die Interessen der Schweizer Christbaumproduzenten vertritt, gehören aus der Region etwa auch Robert Baumann (Berg), Max Brüngger (Illnau), Hansueli Burri (Turbenthal), Frei + Kündig (Dorf), Roland Schuppisser (Elsau) oder Werner Todt (Hettlingen) an. Die IG liefert ihren Mitgliedern auch Wissen über die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Nordmanntanne. «Sie braucht mehr Pflege als die anderen Christbäume und ist darum auch der teuerste», erklärt Stucki. Regelmässiges Mähen, Spritzen, Düngen und Schneiden gehören dazu. Dieses Jahr musste Stucki allerdings 50 Stück der edlen Tanne dazukaufen. «Weil der Frost im letzten Februar viele Knospen zerstörte.»

Alle Tannenarten gefragt

So unterschiedlich wie die einzelnen Christbäume sind auch die Kundenbedürfnisse. Neben der beliebten Nordmanntanne sei die stachlige Blaufichte sehr gefragt. «Das ist ein beliebter Familienbaum, weil die Kinder das Stechen fürchten.» In letzter Zeit liegen laut Stucki auch Rot- und Weisstannen wieder stärker im Trend. «Man merkt, dass die Leute wieder mehr aufs Geld achten.» – «Jeder Weihnachtsbaum findet schliesslich seinen Käufer», ist Stucki überzeugt.

Diese Woche herrscht Hochbetrieb auf dem Hof in Oberwil: Jeweils am dritten Advent findet der grosse Christbaumverkauf mit Weihnachtsmarkt (Samstag und Sonntag ab 11 Uhr) statt. «Die Leute sind dann so fröhlich aufgelegt und guter Dinge», freut sich Ralf Stucki. Die Gerüche aus dem offenen Kuhlaufstall, weswegen der Oberwiler Landwirt diesen Sommer in die Schlagzeilen geriet, sind durch die winterlichen Temperaturen zurzeit ja auch auf Eis gelegt. Wenn der verzwickte Nachbarschaftskonflikt auch noch nicht ausgestanden sei, wie Stucki nebenbei bemerkt. Der Fall liege momentan beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft respektive auf der Abteilung Lufthygiene. Von dort erwartet Stucki noch dieses Jahr Post.

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