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Jetzt beträgt das Defizit 11 Mio.

Erst hoffte der Stadtrat auf eine schwarze Null. Dann provozierte der Gemeinderat ein 15-Millionen-Loch im Budget 2015. Jetzt ist der Stadtrat nochmals über die Bücher.

Es ist ein dauerndes Auf und Ab mit den Budgetzahlen 2015. Und gestern mit dem sogenannten Novemberbrief legte der Stadtrat nochmals neue Zahlen vor: Jetzt beantragt er ein Defizit von 10,9 Millionen Franken, und im Jahr darauf könnten es laut Finanzplan minus 17,2 Millionen sein.

In der Mitteilung zum Novemberbrief war explizit von zwei Massnahmen die Rede: Zusätzliche 5 Millionen will der Stadtrat aus der Parkhauskasse nehmen. Und bei der Langzeitpflege entfallen gegenüber dem ersten Budget acht Stellen. Diese Hiobsbotschaft relativierte Stadtrat Nicolas Galladé (SP): Die Stellen würden nicht abgebaut, sondern es gebe eine Verschiebung von Pflegebetten in städtischen Heimen zu privat geführten. Da sich die Stadt auch dort an den Kosten ­beteilige, ist es laut Galladé «ein Nullsummenspiel». Stadträtin Yvonne Beutler (SP) wies Befürchtungen zurück, sie plündere noch das letzte Kässeli: Dieses sei gut geäufnet, es bleibe «genug für den Unterhalt der Parkhäuser».

Offenbar – aber das wurde vom Stadtrat gestern nicht kommuniziert – kann dieser nun plötzlich wieder mit reichlich Eigenkapital rechnen. Ende letzten Jahres waren es 29 Millionen Franken gewesen, nun geht man wieder von deutlich mehr als 100 Millionen aus. Der Grund sind keine Geschenke von irgendwoher, sondern ein rechnerischer Gewinn. Die Neubewertung aller Gebäude in städtischem Verwaltungsbesitz hat eine viel höhere Summe ergeben, als zunächst erwartet worden war. Dadurch erhöht sich das Eigenkapital. Die Neubewertung ist eine Folge des neuen Rechnungsmodells, das Winterthur als Pilotgemeinde eingeführt hat.

Nichts ändert sich an der Absicht des Stadtrats, mit dem Programm Balance 40 Millionen jährlich zu sparen. Einzelne Verwaltungsaufgaben und -bereiche will er streichen. mgm SEITE 5

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