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Jetzt dominiert pure Sportlichkeit

Die ersten zwei Generationen Audi TT rauschen lediglich mit sportivem Flair durch die Landschaften. Die Ende des Jahres startende dritte Auflage aber hat es faustdick hinter den Kotflügeln.

Die erste Generation des Audi TT verlangte kurz nach ihrem Erscheinen 1998 nachträglich nach einem aerodynamischen Feinschliff, weil sich bei hohen Tempi das Heck als instabil erwies. Nachbesserung hin oder her: Bereits hier stand formal eine Designikone unter den kompakten Coupés.

Ursprünglich sollte der TT als Roadster an den Start gehen, bevor sich die Herren der Ringe in Ingolstadt entschlossen, zuerst ein Coupé und erst später das Cabrio zu kommerzialisieren. So oder so war der Erfolg auf fester Spur. Mehr als 5500 Einheiten wurden allein auf dem hiesigen Markt abgesetzt. Angesichts der Modellerneuerung im letzten Jahr noch deren 180.

Beim neuen TT, der im Herbst als Coupé und im nächsten Jahr als Roadster an den Verkaufsstart geht, zog Audi alle Register in Sachen Entwicklung. Was für Porsche beim 911er gilt, hat auch für die Bayern seine Gültigkeit. Nämlich der Grundsatz, die ursprüngliche Formgebung nicht zu verändern, sondern lediglich zeitgemäss zu interpretieren. Zwei TT-Generationen machten optisch durch grossflächige Rundungen auf sich aufmerksam. Bei der neusten Ausgabe lassen scharfe Kanten an Front, Heck und Flanken ein Licht- und Schattenspiel der besonderen Art zu. Mit dem jetzt auf der Motorhaube platzierten Logo, dem in die Breite gezogenen markentypischen Kühlergrill sowie den flankierenden Lichteinheiten wirkt die dritte Generation dynamisch. In den Massen unwesentlich verändert, trieft jetzt förmlich die Sportlichkeit aus allen Poren.

Im Übrigen trug auch der Leichtbau in der Multimaterial-Bauweise mit verklebten, geschweissten, verschraubten oder auch vernieteten Bauteilen aus Stahl und Aluminium dazu bei, dass ge­gen­über der ersten Version 140 Kilogramm Gewicht abgespeckt werden konnten. Sogar die Verwindungssteifigkeit konnte noch einmal verbessert werden. Mit den ebenfalls neu entwickelten Leichtbau-Sportsitzen steigert Audi die Langstreckentauglichkeit ebenso wie die Führung des Oberkörpers auf kurvenreichen Strecken.

Über das volldigitale Kombiinstrument im direkten Blickfeld des Piloten kann alles Gewünschte entweder über das Multifunktionslenkrad oder die Tasten auf der Mittelkonsole abgerufen werden. Audi verzichtet daher auf einen separaten Bildschirm fürs Navi. Pfiffig sind auch die grossen, runden Luftauslassdüsen, die schon den ersten TT charakterisierten. Neu befindet sich in deren Mitte die Bedienung für die Raumtemperatur und die Sitzheizung. Eine intelligente Idee, die zudem den ohnehin schon ausgesprochen aufgeräumt wirkenden Armaturenträger noch von vier zusätzlichen Impulsgebern befreit.

Zwar gehört der visuelle Auftritt zu den prioritären Kaufgründen, doch auch die Vernunft sollte nicht ausgeschaltet werden. Vor dem Hintergrund der Firmenwerbung «Vorsprung durch Technik» bietet der TT eine Fülle innovativer Neuigkeiten an. Wie zum Beispiel die Wahl zwischen Bi-Xenon und LED für die Frontscheinwerfer. Zudem ist auch die zukunftsweisende Matrix-LED-Technologie bestellbar, bei welcher kleine, regelbare Einzelleuchtdioden das Fernlicht generieren und allein in jene Richtung leuchten, die der Fahrer ansteuert.

Aber auch der Allradantrieb, im TTS ab Werk, ansonsten als Option bestellbar, wurde beim 2+2-Sitzer mit 305 Liter Kofferraumvolumen anbietenden TT optimiert. Im Extremfall kann jetzt die gesamte Antriebsleistung auf eine Achse geleitet werden. Für Vortrieb sorgen bewährte, aber noch einmal verbrauchsreduzierte Zweiliter-Vierzylinder-Triebwerke. Die Benziner und der Selbstzünder decken zum Verkaufsstart eine Spanne zwischen 184 und 310 PS ab. In der Summe aller Dinge also keine Frage, dass der neue TT in seinem Segment den (Auspuff-)Ton angibt. Die Preise sind noch nicht fixiert, dürften bei 44?000 Franken starten.

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