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Jetzt ist die Bevölkerung an der Reihe

Im Streit um die Altersheime im Tösstal wird sich zeigen, wie gross der Rückhalt für den «Verein für Lindehus und Spiegel» ist. Dieser sammelt Unterschriften für eine Initiative.

Der Streit um die Zukunft der Altersheime «Lindehus» in Turbenthal und «Im Spiegel» in Rikon wogt schon lange hin und her. Bis anhin liegen sechs Varianten auf dem Tisch, die von der Heimkommission abgesegnet sind. Favorit ist Variante sechs, die vorsieht, dass der «Spiegel» saniert und das «Lindehus» in eine Demenzstation mit 27 Pflegeplätzen umgewandelt wird. Die Gegner dieses Vorgehens sammeln sich im «Verein für Lindehus und Spiegel» (VLS) und kämpfen dafür, dass beide Heime saniert und wie bis anhin betrieben werden. Der VLS will nun mittels Volksin­itia­ti­ve eine entsprechende Vorlage zusätzlich zu Variante 6 zur Abstimmung bringen. Unterschriften sammeln Die In­itia­ti­ve wurde nun von der Heimkommission geprüft. Sie gilt als initiativefähig und gesetzeskonform, der VLS kann jetzt mit dem Sammeln der Unterschriften beginnen. Martin Lüdin, Präsident der Heimkommission, sagt, die In­itia­ti­ve sei ein demokratisches Recht. Er wartet ab, bis der VLS die In­itia­ti­ve samt Unterschriften einreicht. Dazu hat der Verein höchstens sechs Monate Zeit. Bei der Revision der Kantonsverfassung wurde das Initiativrecht verankert, um der Bevölkerung mehr Möglichkeit zur Teilnahme an Entscheidungsprozessen zu geben. Die In­itia­ti­ve des VLS ist die erste Volksin­itia­ti­ve im Bereich Zweckverbände, die seit der Einführung angestrengt wird. Im Initiativtext verlangt der VLS, «Lindehus» und «Spiegel» müssten «unter grösstmöglicher Erhaltung der Gebäudesubstanz umfassend» saniert und anschliessend betrieben werden wie bisher. Die Gesamtzahl der Pflegeplätze solle «circa 105 bis 110» betragen und pro Heim müssten «mindestens je 40 herkömmliche Plätze» erhalten bleiben. Ausserdem verlangt der Initiativtext, dass sechs Monate nach Annahme der In­itia­ti­ve über den Projektierungskredit abgestimmt werden kann. Weitere Variante im Entstehen Urs Kasser vom VLS sagt, der Verein schicke nun Briefe in jeden Haushalt im Tösstal, um die Unterschriften zu sammeln. Ausserdem wird jedes der 300 Mitglieder des VLS kontaktiert. «Wir brauchen 200 beglaubigte Unterschriften», sagt Kasser, «aber wir wollen mehr, um der In­itia­ti­ve mehr Gewicht zu verleihen.» Für den VLS beginnt damit ein wichtiger Prozess: Bei der Unterschriftensammlung wird sich zeigen, wie gross der Rückhalt des Vereins in der Bevölkerung ist. Und wie viele Menschen die Ansicht des VLS teilen, wie die Alters- und Pflegeheime zu sanieren sind. «Wir sind selber gespannt auf das Ergebnis», sagt Kasser. Gleichzeitig befindet sich im Lenkungsausschuss eine weitere Variante in der Ausarbeitung, wie Martin Lüdin bestätigt. Der Vorschlag mit dem Namen «Lösung 2013» ist jedoch noch nicht so weit, dass die Heimkommission dar­über befinden müsste.

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