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Jetzt ist eine Stadtbahn im Gespräch

Der Stadtrat beantragt beim Kanton, die Bahnhöfe Grüze und Hegi seien auszubauen, damit mehr Züge zum Hauptbahnhof fahren können. Und er hofft, dass dies schon in fünf Jahren der Fall sein wird.

Die eben erschienene Studie «Bahnentwicklung Winterthur» hat sich unter anderem damit auseinandergesetzt, wie Bewohner der wachsenden Quartiere Grüze und Neuhegi besser an den öffentlichen Verkehr angebunden werden können. Ein zentraler Vorschlag der Studie lautet, zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Grüze einen «7,5- bis 10-Minuten-Takt» einzuführen, wie der Stadtrat in einer Mitteilung schreibt. Davon sollen auch Pendler aus der Region und dem Thurgau profitieren, indem sie im Rahmen eines Park-and-Ride-Angebots die neuen Linien nutzen. Das würde den Verkehr auf der Autobahn entlasten, der sich zu Stosszeiten rund um die Stadt regelmässig staut. S8 und S12 bis Grüze Ein weiteres Ziel ist es, die S-Bahnen 8 und 12 bis zum Bahnhof Grüze fahren zu lassen. Dies könnte laut Studie den Hauptbahnhof entlasten, indem viele Pendler nicht mehr umsteigen müssen. Stadtrat Matthias Gfeller (Grüne) hat dabei, wie oben erwähnt, auch die Autopendler im Visier: «Morgens beginnt der Stau auf der Autobahn eigentlich bei Attikon und wird in Richtung Zürich immer dichter. Die Pendler könnten beispielsweise in Wiesendangen parkieren und mit dem Bus zum Bahnhof Grüze fahren, wo sie einen guten Anschluss nach Zürich hätten.» Der Stadtrat beantragt nun beim Kantonsrat einige Einträge im Richtplan: Beim Bahnhof Grüze sollen zwei zusätzliche Perrons gebaut werden können. Landreserven sollen gesichert werden, damit bei der Station Hegi ein drittes Gleis gebaut werden kann und auf den Linien nach Bülach und Schaffhausen Doppelspurstrecken möglich sind. «Geringfügige Massnahmen» Gfeller sagt: «In einem ersten Schritt sollen die Punkte Hegi und Grüze schnell im Richtplan eingetragen werden.» Er hofft auf eine Umsetzung des Vorhabens bis 2018 oder 2020. Dann würde es mit der 4. Teilerweiterung der S-Bahn zusammenfallen, die grosse Veränderungen im Fahrplan bereithält. «Um alle Verbesserungen zu erreichen, welche die Studie vorschlägt, braucht es Bauarbeiten in der ganzen Region», sagt Gfeller, «aber diesen ersten Schritt kann man mit geringfügigen Massnahmen verwirklichen.» Eine enge Anbindung des Bahnhofs Grüze an den Hauptbahnhof würde zu einer Art Stadtbahn führen. Der Stadtrat leitet das Projekt in die Wege mit Hinblick auf den Wohnraum und die Tausenden Arbeitsplätze, die in Neuhegi und Grüze noch entstehen werden. In der Studie, die auf der Website der Stadt einsehbar ist, sind weitere Verbesserungen erwähnt. Sie würden zu einem dichten Fahrplan führen, haben aber auch ihren Preis. Dieser beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 114 Millionen Franken.

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