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Jetzt steht die Bühne auf festem Boden

VOLKEN Der Hauptact am Festival «Rock im Tal» sind wieder die US-Hardrocker von Great White. Sie spielen jetzt aber auf einer Bühne, die nicht mehr absaufen sollte.

Als OK-Chef Lukas Keller letztes Jahr einen neuen Headliner für das «Rock im Tal» suchte, rief er beim alten an: bei Great White, den US-Hardrockern, die 2012 schon in Volken eingeheizt hatten. Er erhoffte sich den einen oder anderen Tipp oder Kontakt, welche Heavy-Metal-Band zum kleinen Open Air passen würde.

Gitarrist und Keyboarder Michael Lardie druckste etwas herum und nannte zwei, drei Namen. Dann habe er durchblicken lassen, dass er und seine Kollegen wohl kämen, wenn sie wieder eingeladen würden, sagt Keller. Und da die Amerikaner in Volken Eindruck gemacht hatten, beschloss die Generalversammlung 2013, die Band wieder zu buchen.

So fliegen Great White, die zu ihren besten Zeiten für einen Grammy nominiert wurden, Ende Woche in Kloten ein. Personell haben sie fast nichts mehr zu tun mit der Band, die 2003 bei der Feuertragödie in Rhode Island, bei der über 100 Menschen starben, auf der Bühne stand. Die Herren sind gesetzten Alters, lassen sich auf dem Trip von Frauen, Kindern und teils von Enkeln begleiten. Logiert wird im Hotel Engel in Flaach. Das Grobprogramm: am Freitagabend Barbecue in Kellers Garten, Samstag Konzert, Sonntag Ausflug, Montag Rückflug. Der Auftritt in Volken sei in diesem Sommer ihr einziger in Europa, sagt Keller.

Mehr Saft

Ein Kompliment für das «Rock im Tal», das heuer die sechste Ausgabe erlebt. Es sei ein familiäres Festival geblieben, sagt Keller. Allerdings seien Open Air und OK seit der ersten Auflage gereift. Die Premiere sei im Vergleich mit heute noch recht improvisiert gewesen. Die Bühne bauten er und seine Kollegen noch selber, jetzt fährt ein Truck vor und fährt sie aus. Licht- und Soundanlagen sind professioneller und haben mehr Power. Und für die Musiker stehen sieben Container bereit, in denen sie sich auf das Konzert vorbereiten können. Die zwei für Great White und Jeff Scott Soto, die Hauptacts, sind je rund 30 Quadratmeter gross. Der Zahl der Helfer – von der Eingangskon­trolle bis zum WC-Team – ist auf 220 angewachsen; sie arbeiten alle ehrenamtlich.

Viel grösser kann das «Rock im Tal» aber nicht werden, schon alleine wegen des Festivalorts, des Turnplatzes oberhalb des Dorfs. Maximal 2500 Besucherinnen und Besucher haben dort Platz, letztes Mal war die Kapazität schon fast ausgeschöpft. Das Publikum bestehe nicht nur aus Leuten aus dem Flaachtal, sagt Keller. Es gebe Gäste aus der ganzen Schweiz, auch aus Deutschland oder Frankreich kämen sie angereist. Selbst der Grieche, der schon vor zwei Jahren ins Weinland pilgerte, habe für sich und seine Freundin wieder Tickets bestellt.

Kräftige Traktoren geholt

Auf das diesjährige «Rock im Tal» wurde der Turnplatz leicht umgestaltet. Hauptunterschied: Der Truck mit der Bühne steht neu auf einem kleinen Kiesplatz. Damit sollte ausgeschlossen sein, dass sich ein Malheur wie 2012 wiederholt. Damals hatte es vor dem Open Air stark geregnet, und der Fussballplatz war so durchnässt, dass der Laster mit der Bühne rund 30 Zentimeter absoff. Es brauchte schwere Traktoren, um ihn aus dem Dreck zu ziehen. Neu steht die Bühne so, dass nicht mehr Alten, sondern eher Buchberg und Rüdlingen etwas von den Konzerten mitbekommen.

Ausserdem werden die Organisatoren in Fronarbeit das kleine Häuschen beim Platz umbauen, sodass es für private Anlässe genutzt werden kann. Im Gegenzug räumte ihnen die Gemeinde, der die ganze Anlage gehört, das Nutzungsrecht für die nächsten zehn Jahre ein. Great White kann also theoretisch noch ein paar Mal kommen.

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