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Jugendhaus: Alkohol bleibt im Angebot

Der Versuch hat sich bewährt: Jugendliche über 16 Jahre dürfen im Jugendhaus in Lufingen auch in Zukunft Bier trinken. Zu Exzessen kam es in den vergangenen Monaten nicht.

«Ein voller Erfolg.» Jugendhausbetreuer Peer Wieschmann ist zufrieden. Seit Januar dürfen Jugendliche über 16 Jahre im Lufinger Jugendhaus «Päng» auch mal ein Bier konsumieren. «Andere alkoholhaltige Getränke waren bisher gar nicht gefragt», sagt Wieschmann. Der sechsmonatige Versuch, der auf Antrag der Jugendkommission lanciert wurde, wird nun auf unbestimmte Zeit verlängert. Denn: «Er ist absolut problemlos verlaufen.» Die Jugendlichen hätten so reagiert, wie er es erwartet habe, sagt Wieschmann. Die soziale Komponente sei ihnen wichtiger. Die Jungen kämen, um zu schwatzen oder auch mal Gitarre zu spielen. «Und dann schätzen sie es, wenn sie auch ein Bier trinken können.» Exzesse gebe es aber keine. Von den zehn bis zwölf, die seit den Sommerferien im «Päng» auftauchten, konsumierten drei oder vier regelmässig Alkohol. Und das geschieht auch nur nach klaren Regeln: Pro Person und Abend gibt es höchstens einen Liter. Die Jugendlichen müssen sich ausweisen, und es wird eine Liste geführt, auf der Namen und Datum notiert werden. Generell gilt: Ist der Jugendhausbetreuer einmal nicht anwesend, bleibt auch der Alkohol unter Verschluss. Mitgebrachte alkoholische Getränke sind nicht erlaubt. Wieschmann behält sich zudem vor, den Versuch jederzeit abzubrechen, wenn die Regeln wiederholt nicht eingehalten werden. «Hüsli-Team» kauft ein Dass der Umgang mit Alkohol im Lufinger Jugendhaus so gut funktioniere, habe sicher auch damit zu tun, dass es eine überschaubare Grösse habe, sagt Wieschmann. Mehr als etwa 15 Jugendliche würden sich nie gleichzeitig im Treff aufhalten. Eine Gruppe von Alteingesessenen, das sogenannte «Hüsli-Team», ist für den Einkauf der Getränke, die Herausgabe, die Abrechnung und die Vermietung des Jugendhauses verantwortlich. Weil die meisten von ihnen aber schon in der Lehre sind, drängt sich die Suche nach Nachfolgern auf. Er habe schon zwei, drei im Visier, die sich eignen würden, sagt Wieschmann. Er wolle aber zuerst mit ihnen reden.Nachdem vor den Sommerferien immer weniger Jugenhaus kamen, nimmt die Besucherzahl jetzt wieder zu. «Es kommen nun auch neue Oberstufenschüler», sagt Wieschmann. Dies sei wohl das Resultat der Werbeaktion, die sie vor den Sommerferien an der Schule gemacht hätten. Auch fand ein Tag der offenen Tür statt. Dem Lufinger Jugendhausbetreuer ist es wichtig, dass Vorurteile (etwa dass im Treff Drogen konsumiert würden) aus dem Weg geräumt werden. «Dass es bei uns gemütlich ist, merken viele erst, wenn sie mal hier sind», so Wieschmann.

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