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Jugendliche richten ihren Treff selbst ein

Die Party zur Eröffnung des neuen Jugendtreffs rückt näher. In der ehemaligen Militärunterkunft sind die Jugendlichen daran, alles einzurichten und vorzubereiten.

Am Ussere Zilweg ist eine Rampe gut beleuchtet. Ein sicheres Zeichen, dass im Untergrund etwas läuft. Die weitläufigen Räume, die hier geschützt durch viel Beton weit unter der Erde liegen, dienten einst als Militärunterkunft. Jetzt bekommen sie eine neue Bestimmung: Die Jugendlichen erhalten hier einen Treffpunkt, der den bisherigen, «Hot Dog» genannt, ersetzt. Die Nachfrage und der Betrieb des «Hot Dog» im Untergeschoss der alten Turnhalle, die einem Neubau weichen musste, waren so erfreulich, dass sich eine Fortsetzung an einem neuen Standort geradezu aufdrängte. Betreiber des Treffs ist die Jugendarbeit des Zen­trums Breitenstein in Andelfingen.

Die Jugendlichen erhalten nicht einen fixfertigen Treff. Sie richten ihn selber ein und entwickeln dabei immer wieder Ideen. An diesem Freitagabend ist der Treffleiter Marcel Buser ein gefragter Mann. Eine Gruppe Mädchen ist das erste Mal hier. Eben betätigen sie sich mit einem Staubsauger in einem der Räume. Den «Töggelikasten» heben sie auf einen Tisch. Es wirkt noch etwas provisorisch, doch ausprobieren lässt sich die Einrichtung schon. Ein grosses Sofa lädt zum Ausruhen ein. Die Mädchen, die sich eben gesetzt haben, diskutieren den Wandschmuck. Schnell erhebt sich eines, sucht in allerhand Kram etwas und hält es an die Wand. Die Kommentare lassen nicht auf sich warten.

Alkoholfreie Bar geplant

In einem grossen Magazin stehen viele Möbel bereit. «Teils geschenkt, teils aus dem alten Treff», sagt Marcel Buser. Vier Mädchen machen sich an einem Sofa zu schaffen. Wie bringt man wohl das breite Möbel durch die Türe? Aha, hochkant könnte die Lösung sein.

«Habt ihr Durst?», fragt der Leiter. Im Kühlschrank der Küche hat es Coca-Cola. Hier haben die Jugendlichen bereits eine Theke errichtet. Dabei haben sie davon profitiert, dass Marcel Buser gelernter Schreiner ist. Dieser Raum wird künftig eine zentrale Rolle spielen. Ein Treff ohne Verpflegung ist nicht vorstellbar. Noch ist vieles nicht fertig. Aber es bleibt ja noch Zeit bis zur Eröffnung. Dann wird hier eine Bar betrieben. Alkoholfrei, versteht sich.

Der Disco-Raum hat einen hellen Anstrich bekommen. Auch der Boden ist dank des neuen Laminats nicht mehr wie früher. Die Jugendlichen werden hier die Musik geniessen können, ohne dass sie irgendwelche Nachbarn stören. Die künftigen Benützer des Treffs sind auch hier am Einrichten. Wieder wird Marcel Buser um Rat gefragt. «Wer sich hier beteiligen will, kann das tun», sagt er. Nicht jedes Mal erschienen die gleichen Gesichter. Zielgruppe seien die Schülerinnen und Schüler des Sekundarschulkreises Mar­tha­len, eines recht weitläufigen Gebiets. Buser räumt ein: «Selbstverständlich werden aber Schulentlassene nicht weggeschickt. Wer sich an die strikte Ordnung hält, ist willkommen.»

Engagiert hat sich auch die Gemeinde. Fluchtwege sind definiert, Brandschutztüren montiert, einzelne Türen zugemauert, denn nicht alle der vielen Räume gehören zum Treff.

Party steigt nach Herbstferien

Das detaillierte Programm für die Eröffnung am 26. Oktober steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass der Treff von 18 Uhr bis 20 Uhr für die ganze Bevölkerung aus Mar­tha­len offen steht und anschliessend eine Party nur für die Jugendlichen steigt.

Ob bis zur Eröffnung alles fertig ist? «Fertig ist unser Treff nie. Wenn wieder andere Jugendliche dazustossen, dürfen auch sie ihre Ideen verwirklichen», sagt Jugendtreffleiter Marcel Buser.

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