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Juntachef festigt Macht

Prayuth Chan-ocha ist neuer Regierungschef in Thailand. Der General hatte die frühere Regierung gestürzt. Nun poliert er sein Image auf.

Bei den Strassenprotesten in Bangkok mahnte Armeechef Prayuth Chan-ocha alle, sich zusammenzuraufen. Ein Putsch bringe nichts. Dann putschte er selbst. Gestern liess sich der General zum Regierungschef wählen. Gleichzeitig bastelt er an einem neuen Image. Seinen Ruf als Hitzkopf hatte Prayuth lange kultiviert. Der General verwies Untergebene in die Schranken und fuhr Reportern über den Mund. Seit er die Macht hat, strickt er an einem neuen Image: Typ gütiger Onkel.

Treuherzige Versicherungen

Die öffentlichen Ausfälle, die Wut – Schnee von gestern, versichern seine Berater. Als Machthaber präsentiert Prayuth seit Mai eine wöchentliche Fernsehsendung: «Das Volk wieder glücklich machen» heisst die Sendung. Er umgarnt die Thailänder mit freundlichen Ermahnungen: «Vergesst eure Differenzen.» Als Vizearmeechef war Prayuth 2010 mitverantwortlich für die Einsätze gegen Strassendemonstranten, bei denen mehr als 90 Menschen ums Leben kamen.

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