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Kaba lanciert Handy als neuen Schlüssel

Der Sicherheitstechnikkonzern Kaba mit Sitz in Rümlang sorgt für Furore. In den USA trumpfen die Unterländer mit einem neuen System auf, das Hotelzimmer ­ohne Badge oder Schlüssel öffnet – sondern mit Smartphones.

Der neuste Innovations-Coup von Kaba lässt aufhorchen und dürfte dem Unternehmen – im wörtlichen Sinne – eine neue Welt eröffnen. Nach sieben Jahren der Forschung hat der Rümlanger Konzern ein neues Zutrittssystem entwickelt, das mit einer Smartphone-App Türen öffnet.

Am letzten Donnerstag stellte der Cheftechnologe von Kaba, Andreas Häberli, die Neuentwicklung an der Tagung der Ar­beitgebervereinigung des Zürcher Unterlandes (AZU) in Glattfelden rund 20 Verbandskollegen vor. «Kaba hat sich entschieden, dass wir in den Markt mit dem Handy als Schlüssel reinwollen», erklärt Häberli. Die Unterländer Manager wollen sich einen Trend zunutze machen, der sich «Command and Control» nennt. Dabei wird das internetfähige Mobiltelefon als Steuerungswerkzeug eingesetzt, das seinem Besitzer zunehmend neue Anwendungen erschliesst – und Türen öffnet.

Rümlang setzt Standards

Hoch im Kurs steht momentan der einfache Zutritt zu Hotelzimmern. Hier werde sich das Smartphone als Schlüssel schon bald durchsetzen, prognostiziert der Spezialist. Seit Kaba im Juli an einer Hotelmesse in Übersee die neuste Entwicklung vorgestellt habe, sei das Interesse ungebrochen riesig, sagt Häberli. Dass man in Rümlang die Nase im Wind hat, zeigt auch, dass Apple-Konzernchef Tim Cook an einer seiner viel beachteten Produktpräsentationen ankündigte, dieselbe Funktion auf seiner iWatch integrieren zu wollen. Die Apple-Uhr gibt es jedoch noch nicht zu kaufen. Häberli von Kaba hält fest, dass keine Kooperation mit Apple bestehe und dass bislang gar noch niemand ein marktfertiges System anbiete. In diesem Bereich ist man somit führend und liegt gut im Rennen, wenn es darum geht, als Erster den Marktdurchbruch zu schaffen. «Wir setzen mit unserer Entwicklung auch Standards», bestätigt das ­Direktionsmitglied.

Kaba arbeitet bereits mit über 300 Partnern an der Erprobung und Einführung des virtuellen Zutrittssystems per Handy. In den USA interessieren sich etliche namhafte Hotelketten brennend für die neue Schweizer Technologie. cwü Seite 3

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