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Kampagne für Fairtrade

In der Villa Sträuli wurde die «Fairtrade Town»-Kampagne lanciert. In fünf Jahren sollen 55 Gemeinden zertifiziert werden. Winterthur wäre prädestiniert – aber scheut den Aufwand.

Dicht drängten sich am Dienstag die Vertreter von Fairtrade-Organisationen im Saal in der Villa Sträuli. Auch zahlreiche Lokalpolitiker waren zur der Lancierung der «Fairtrade Town»-Kampagne erschienen. Die Bewegung hat in 15 Ländern bereits 1500 Städte, Gemeinden und Regionen ausgezeichnet. Nun ist die Schweiz an der Reihe. Swiss Fair Trade, die Dachorganisation, der auch Max Havelaar angehört, hat ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2018 sollen 55 Städte mit einer Million Einwohnern zertifiziert sein. Dazu müssen sie eine Reihe von Kriterien erfüllen: Die Verwaltung muss sich zum fairen Handel bekennen, Firmen und Gastrobetriebe fair gehandelte Produkte vertreiben und eine Kerngruppe betreibt Öffentlichkeitsarbeit. Dabei – wenns nichts kostet Winterthur hätte mit seiner sensibilisierten Bevölkerung und vielfältigen Verkaufsangeboten beste Voraussetzungen, die erste Fairtrade Town zu werden, findet Gemeinderatspräsidentin Barbara Günthard Fitze (EVP). Ihr Parteikollege Christian Ingold hat eine entsprechende Anfrage deponiert. Die Stadt nehme ihre soziale Verantwortung ernst, betonte Stadträtin Barbara Günthard-Maier (FDP). Ob die Stadt das Label anstrebe, lässt sie bewusst offen. «Ich interpretiere ihre Aussagen so, dass der Stadtrat sich eine Teilnahme vorstellen kann, solange kein personeller Zusatzaufwand entsteht», resümierte Ingold. Was fairer Handel bewirken kann, berichtete Grace Cherotich Mwangi, Arbeiterin bei Karen Roses in Kenia, aus erster Hand. «Ich kann Karriere machen, habe sauberes Wasser und eine gute Schule für meine Kinder. Dank Fairtrade.»

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