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Kampfwahl: Echte Wahl oder bloss Unruhestifterin?

Markus Späth, SP-Kantonsrat und Gemeinderat von Feuerthalen (linkes Bild), und Stefan Keller, FDP-Mann aus Rhein­au (rechtes Bild), bewerten Kampfwahlen un­terschiedlich. Späth bedauert, dass es am 30. März in den wenigsten Gemeinden eine «wirkliche (Aus-)Wahl» geben wird. Vielmehr scheine es das höchste der Gefühle zu sein, wenn die Kandidatenzahl mit der Zahl der zu vergebenden Sitze übereinstimmt. «Wer Kandidaten schonen will, indem er echte Wahlen verhindert, hat die Demokratie im Kern nicht begriffen», so Späth. In einer Gemeinde aktiv zu sein, bedeute, sich zu exponieren. Wer Angst vor Wahlen und Wahlnieder­lagen habe, bringe für einen Sitz in einer Behörde wichtige Voraussetzungen nicht mit. Wer allzu harmoniebedürftig sei, neige dazu, echte Wahlen «als persönlichen Angriff auf sich selbst zu empfinden».

Kampfwahlen um jeden Preis lehnt Stefan Keller ab. Das Argument «Ohne Auswahl keine echte Wahl» teilt er nicht. Zudem würden Kampfwahlen Unruhe ins Dorf bringen, «wenn die eigenen Leute gegenein­ander ‹aufgehetzt› werden». Eine solche Wahl ist laut Keller nur gerechtfertigt, wenn die zusätzlich kandidierende Person klar besser geeignet sei für ein Amt oder sie eine Eigenschaft mitbringe, die in einer Behörde noch fehle. (mab)

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