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Kanton gibt Naturzentren mehr Geld

Die Zürcher Naturschutzzentren können den Besucherandrang kaum noch bewältigen. Nun greift ihnen der Kanton mit höheren Beiträgen unter die Arme.

Mit dem Naturschutzzentrum im Neeracherried, der Naturstation Silberweide und den Naturzentren Sihlwald und Thurauen gibt es im Kanton vier grosse Einrichtungen, die den Zürchern Flora und Fauna näherbringen. Sie sind beliebt und erfreuen sich einer steigenden Nachfrage. Zugenommen haben vor allem die Führungen, Veranstaltungen und Exkursionen für Schüler. Letztes Jahr wurde jedes Zen­trum von über 100 Schulklassen besucht. Entsprechend richten die Betreiber ihre Angebote nach dem aktuellen Lehrplan aus und vermitteln ihr Wissen nach den neusten Erkenntnissen der Pädagogik und Umweltbildung. Neu 1,5 Millionen Franken Diese ständig wechselnden Ansprüche zu erfüllen, kostet Zeit, Geld und Personal. «Die beschränkten finanziellen und personellen Ressourcen behindern diese Anpassungen und stellen den langfristigen Weiterbetrieb der Zentren infrage», schreibt der Zürcher Regierungsrat in einer Mitteilung. Den Betreibern will er deshalb Hand bieten. «Denn die Kenntnisse und Erfahrungen, die in den Zentren einer breiten Bevölkerung anschaulich vermittelt werden, sind für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur im immer dichter besiedelten Kanton zunehmend wichtig.» Helfen will der Regierungsrat, indem er dem Kantonsrat nun beantragt, den Zentren gesamthaft neu bis zu 1,5 Millionen Franken pro Jahr zur Verfügung zu stellen – befristet bis ins Jahr 2021. Nebst den vier Naturzentren will die Regierung weitere In­sti­tu­tio­nen im Bereich der Naturbildung finanziell unterstützen, zum Beispiel das «Vivarium» in Tablat, die «Haumüli» in Embrach oder die «Schule auf dem Bauernhof», die auf verschiedenen Betrieben im Kanton Zürich angeboten wird. Das Naturschutzzentrum Neer­acher­­­ried wird von Bird Life Schweiz geführt, die Naturzentren Silberweide, Sihlwald und Thurauen von Stiftungen. Alle Einrichtungen sind mit Unterstützung aus dem Lotteriefonds in den letzten 15 Jahren aufgebaut worden. Seither bezahlte der Kanton für die Aktivitäten im Bereich Naturbildung pro Jahr insgesamt rund 500?000 Franken. Zudem wurden für Informations- und Aufsichtsdienste – wie Rangerdienste oder Aktivitäten von Bird Life – jährliche Beiträge aus dem Natur- und Heimatschutzfonds in Gesamthöhe von 550?000 Franken zur Verfügung gestellt. Eintrittsgeld reicht nicht Diese Staatsbeiträge deckten die Aufwendungen der vier Naturzentren zu 60 Prozent. 40 Prozent finanzierten sie mit Eintritten, Sponsorengeldern, Beiträgen von Schulen und dem Verkauf von Broschüren. Diese Eigenmittel haben die In­sti­tu­tio­nen in letzter Zeit aber kaum mehr aufbringen können. Mit den steigenden Gesamtkosten wird es noch schwieriger, dieses Ziel zu erreichen. Der Regierungsrat will ab Anfang 2015 die Naturzentren ausschliesslich mit Geldern aus dem Lotteriefonds unterstützen. Von den 1,5 Millionen Franken sind je 220?000 Franken für die vier Naturzentren und noch einmal so viel für den Betrieb eines zusätzlichen Zen­trums vorgesehen. Die verbleibenden 400?000 Franken werden für Unterhalt, Erneuerungen, den Betrieb kleiner Naturlernorte sowie weitere Angebote im Bereich der Naturbildung bereitgestellt.

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