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Kanton hat Riegelhaus von 1422 saniert

Für 2,58 Millionen Franken ist das Girsbergerhaus saniert worden. Am 22. März ist Tag der offenen Tür.

Als das Girsbergerhaus in Unterstammheim gebaut wurde, sollte es bis zur Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus noch gut 70 Jahre dauern. Untersuchungen von Holzteilen haben ergeben, dass das älteste, noch erhaltene ländliche Fachwerkgebäude der Schweiz um das Jahr 1422 errichtet worden sein muss. Laut einer Medienmitteilung der kantonalen Baudirektion sind die Nord- und Ostfassaden sowie die Dachkonstruktion weitgehend authentisch erhalten. Als einzigartig gelten die im Original erhaltenen spätmittelalterlichen Fenster in der Ostfassade des Girsbergerhauses, das seit dem Jahr 2000 dem Kanton Zürich gehört. Das Haus ist ein Inventarobjekt von kantonaler und nationaler Bedeutung. Sammlung über Riegelbauten Weil das Girsbergerhaus in einem schlechten Zustand war, wurde es in einer rund zwei jährigen Bauzeit für 2,58 Millionen Franken saniert. An den Fundamenten und am Holzwerk wurden umfangreiche Sicherungsmassnahmen vorgenommen. Zudem wurde die gesamte Aussenhülle des Hauses saniert. Die instand gesetzte Wohnung, soll an Private vermietet werden. Im Tenn wird künftig die Sammlung von Walter Weiss untergebracht und öffentlich zugänglich sein. Für das Zusatzprojekt bewilligte der Regierungsrat zusätzliche 380?000 Franken. Im Tenn wurde unter anderem ein temperierbarer Archiv- und Ausstellungsraum erstellt. Weiss' Sammlung zum Thema Fachwerk- und Riegelbauten gilt als schweizweit einmalig. Die Gemeinde Unterstammheim hat sich als Trägerschaft der Sammlung verpflichtet, die vom neu gegründeten Verein «Fachwerkleben» betrieben wird. Öffentliche Besichtigung am 22. März 10 bis 14 Uhr, Girsbergerhaus, Sennegasse 5, Unterstammheim. Eröffnungsansprachen von Baudirektor Markus Kägi und Martin Schwager, Gemeindepräsident Unterstammheim. Anschliessend fachkundige Führung durchs Haus.

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