Zum Hauptinhalt springen

Kanton zahlt höchsten Fusionsbeitrag

Der Kanton unterstützt die mögliche Fusion der Gemeinden Bauma und Sternenberg mit 3,5 Millionen Franken. Damit soll der hohe Schuldenberg reduziert werden.

Die Politische Gemeinde und die Schulgemeinde Sternenberg streben auf Anfang 2015 eine Fusion mit der Nachbargemeinde Bauma an. Dafür gibt es eine Finanzspritze vom Kanton: Der Regierungsrat unterstützt das Vorhaben mit einem einmaligen Beitrag von 3,5 Millionen Franken, wie er gestern mitteilte. Allerdings nur, falls die Stimmberechtigten der Fusion im November an der Urne auch zustimmen. Es ist der höchste Kantonsbeitrag für eine Fusion bisher. Dies liegt daran, dass Sternenberg verhältnismässig hoch verschuldet ist. Die Subvention ist in erster Linie dazu bestimmt, die Verschuldung auf ein vertretbares Mass zu reduzieren. Zudem soll der Zustupf Steuerfussunterschiede abfedern und einen Teil der Projektkosten decken. Zum Vergleich: Wiesendangen und Bertschikon bekommen 1,4 Millionen Franken. Für eine Fusion von Hofstetten und Schlatt hätte der Kanton 2,4 Millionen gezahlt. Diese ist jedoch am Widerstand aus Hofstetten gescheitert. «Der Kanton hat ein Interesse an Zusammenschlüssen, die zu langfristig eigenständigen neuen Gemeinden führen», teilt er mit. Sternenberg ist mit rund 350 Einwohnern eine der kleinsten Zürcher Gemeinden. Durch den Zusammenschluss würde laut Kanton eine neue, finanziell stabile Gemeinde mit gegen 4600 Einwohnern entstehen. Separate Lösung für Wasser Die Sternenberger Gemeindepräsidentin Sabine Sieber (SP) nimmt die Nachricht mit Freude zur Kenntnis: «Es ist genau so viel Geld, wie wir beantragt haben.» Dies ermögliche es, die Verschuldung auf rund 1000 Franken pro Einwohner zu reduzieren. Die Baumer Gemeindepräsidentin Marianne Baumgartner (EVP) meint derweil: «Damit haben wir nun eine erste Entscheidungsgrundlage.» Und bei der eher skeptischen Baumer SVP fällt die Reaktion so aus: «Nun können wir die Hausaufgaben machen und nachrechnen», sagt Präsident René Schweizer. Ein Knackpunkt ist die teure Sternenberger Wasserversorgung. Das Problem: Die höchstgelegene Gemeinde im Kanton erhebt wegen der langen Leitungen einen der höchsten Wasserpreise der Schweiz. «Auch da sind wir aber auf einem guten Weg», sagt Sieber. Es sei eine Art Teilentschuldung vorgesehen, damit die getätigten Investitionen die künftige Wasserrechnung nicht zu stark belasten. Dies soll aber separat gelöst werden. Zudem ist die Gemeinde Sternenberg dabei, ihre Bilanz zu bereinigen. So soll gemeindeeigenes Bauland zurückgezont werden. Der entsprechende Buchverlust wird über den Finanzausgleich gedeckt. Die Stimmbürger werden an der Gemeindeversammlung vom 20. September über die Umzonungen befinden. Das Bauland reiche nie aus, um eigenständig zu funktionieren, erklärt Sieber. «Da bleiben wir lieber eine grüne Oase.» Ganz im Einklang mit dem kantonalen Richtplan, der dies für das Tösstal vorsieht. Zudem will die Gemeinde auch ein Doppeleinfamilienhaus und einen Bauernhof verkaufen. «Damit wir auch ohne Fusion etwas besser dastehen würden», so Sieber.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch