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Kanton Zürich will Hooligan-Konkordat pragmatisch umsetzen

Obwohl das Zürcher Stimmvolk erst im Juni abstimmt, haben sich der Kanton und die Städte Zürich, Winterthur und Kloten bereits für das verschärfte Hooligan-Gesetz stark gemacht. Sie informierten am Donnerstag, wie die Massnahmen bei einem Ja umgesetzt würden.

Die Umsetzung solle pragmatisch und massvoll, aber konsequent erfolgen, sagte Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP), der zusammen mit dem Zürcher Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne), der Klotener Stadträtin Priska Seiler Graf (SP) und der Winterthurer Stadträtin Barbara Günthard-Maier (FDP) vor die Medien trat. Mit dem verschärften Hooligan-Gesetz können neu Rayonverbote von einem bis zu drei Jahren verfügt werden. Bisherige Maximaldauer war ein Jahr. Zudem unterstehen sämtliche Spiele der Klubs der obersten Ligen im Fussball und Eishockey einer Bewilligungspflicht. Vorgesehen ist eine Rahmenbewilligung für die ganze Saison mit Auflagen nach einer dreistufigen Risikoskala. Die verschärften Auflagen gelten im Kanton Zürich nur für sogenannte Hochrisikospiele. Im Fussball sind es Spiele mit Beteiligung des FC Basel sowie die Spiele der beiden Stadtzürcher Fussballclubs FCZ und GC. Eishockeyspiele gibt es in dieser Risikostufe derzeit keine. Der Kantonsrat hatte im November 2012 dem Gesetz zum Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen, dem so genannten Hooligan-Gesetz, zugestimmt. Verschiedene Fangruppen ergriffen gegen das verschärfte Hooligan-Konkordat das Referendum. Abgestimmt wird im Kanton Zürich am 9. Juni.

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