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Kein Amok-Alarmsystem an Schulen

Der Zürcher Gemeinderat hat gestern Abend entschieden, dass sie an den städtischen Schulen kein Alarmsystem für Amokläufe einführen will.

In städtischen Schulanlagen in Zürich wird kein einheitliches Amok-Alarmsystem installiert. Der Gemeinderat hat gestern Abend die Pläne des Stadtrates durchkreuzt und die dafür notwendigen 5,2 Millionen Franken nicht bewilligt. Mit 77 Nein-Stimmen (SVP, FDP, GLP, Teile der SP und der AL) fiel die Ablehnung deutlich aus. Lediglich 44 Ratsmitglieder sagten Ja (Grüne, CVP, EVP, Teile der SP). Nach Ansicht der Gegner gaukelt ein technisches System eine falsche Sicherheit vor. Der Mensch sei und bleibe nun mal ein Risikofaktor. Die Befürworter waren mit den Gegnern einig, dass durch das System ein Amoklauf nicht mit 100-prozentiger Sicherheit verhindert werden könne. Aber es schaffe Möglichkeiten, Abläufe zu standardisieren und dadurch die Sicherheit in einem Ernstfall zu erhöhen. Stadtrat Gerold Lauber (CVP), Vorsteher des Schul- und Sportdepartements, hatte keine Verständnis für die Argumentation der Gegner. Dennoch akzeptiere er das Nein. Nun müssten eben andere Wege und Mittel einer effizienten Alarmierung gefunden werden. Die Stadt werde allenfalls auch mit dem Kanton Kontakt aufnehmen. Die Baudirektion des Kantons Zürich hat Empfehlungen für Schulen im Kanton Zürich abgegeben. Darin sind unter anderem bauliche Massnahmen wie Beschilderungen, Schliesssysteme sowie Alarmanlagen aufgeführt.

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