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Kein Lohn für starke Leistung

KIRCHBERG. Wenig fehlte und der HC Rychenberg hätte den Coup der letzten Playoffs wiederholt, indem er den SV Wiler-Ersigen bezwang. Am Ende musste er sich dem Leader knapp 4:5 geschlagen geben.

Noch ist in bester Erinnerung, wie der HC Rychenberg im vergangenen Frühling den Serienmeister SV Wiler-Ersigen mit 4:3-Siegen aus dem Wettbewerb geworfen hatte. In der siebten NLA-Runde der aktuellen Saison war nun in Kirchberg aus Wilers Sicht Revanche angesagt. Vom Startpfiff an entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Das Heimteam hatte zwar anfangs etwas grössere Spielanteile, doch gestanden ihm die Winterthurer nur wenige Torchancen zu. Obwohl seine Mannschaft kurz vor der ersten Pause durch ein Tor von Wilers schwedischem Top­sko­rer Isaac Rosén in Rückstand geriet, zeigte sich Rychenbergs Captain Lukas Grunder mit dem Start zufrieden: «Wir waren sofort im Spiel drin.»

Der Captain selber war es, der kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich erzielte. Auch in der Folge konnten er und seine Mannschaft das Geschehen ausgeglichen gestalten. Pascal Kern bewerkstelligte lediglich eine Minute nach Roséns zweitem Treffer mit einem satten Schuss den erneuten Ausgleich.

Dass Rychenberg nicht mindestens mit einem Unentschieden in die zweite Pause gehen konnte, war nicht zwingend. Zuerst liessen Felix Buff und Moritz Schaub aufgelegte Chancen ungenutzt verstreichen, ehe ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung kurz vor Drittelsende den neuerlichen Rückstand nach sich zog. Dieser Gegentreffer brachte die Winterthurer vorübergehend vom eingeschlagenen Weg ab. Sie hätten in der Startphase des Schlussdrittels ein wenig den Faden verloren, gestand Grunder. Diesen Moment der Desorientierung nutzten die Berner, um den Vorsprung bis zur 46. Minute von einem auf drei Tore auszubauen.

Noch fehlt Rychenberg die angestrebte Konstanz, um sein Spiel von A bis Z durchzuziehen. Dieses Mal dauerte die Baisse freilich nicht mehr wie zuletzt jeweils ein ganzes Drittel, sondern nur noch wenige Minuten. Benjamin Borth aus der erneut starken ersten Linie war es, der mit seinen Toren in der 50. und 54. Minute die Hoffnung auf eine Verlängerung nährte. Das 5:5 wollte jedoch nicht mehr fallen.

Eine Pause zur Unzeit

Für Rychenbergs Trainer Rolf Kern hätte seine Mannschaft für diese Leistung mindestens einen Punkt verdient: «Wiler war nicht zwingender als wir», erst recht wenn man bedenkt, dass die Gegentore 3 bis 5 vermeidbar gewesen wären. Besonders erfreulich sei gewesen, «dass wir nach dem 2:5 nicht aufgesteckt, sondern weiter an unsere Chance geglaubt haben». Erneut heraus­ragend war die erste Formation um Borth, die das Spiel mit einer 3:0- Bilanz beendete.

Trainer wie Captain sind sich darin einig, dass die anstehende zweiwöchige Nationalmannschaftspause für Rychenberg zum falschen Zeitpunkt kommt. Schliesslich befand sich ihr Team nach einem mässigen Saisonstart zuletzt auf dem richtigen Weg. Das nächste Spiel findet am 9. November zu Hause gegen Meister Alligator Malans statt. (rab)

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