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Kein Thron für den Aadorfer des Jahres

Der Politiker Gallus Müller hat den Anerkennungspreis 2012 erhalten. Trotzdem gab er sich bescheiden.

Die Ehrung für besondere Verdienste wollte Gallus Müller (Bild) im Aadorfer Gemeindezentrum nicht auf einem samtbezogenen Lehnstuhl aus feudalistischer Epoche entgegennehmen, wie dies seine Vorgänger taten. Er fühle sich wohler an einem Stehtisch, gab er im Vorfeld zu verstehen – wohl aus Bescheidenheit, die dem 57-Jährigen eigen ist. Dazu gab es indes keinen Anlass; zu umfangreich sind die Leistungen des Geehrten, in der Laudatio bildlich untermalt von Sonja Mathis. Als Turner setzte sich Müller für die Entwicklung seines Lieblingssports ein, in der Politik während 20 Jahren im Gemeinderat und seit 13 Jahren im Kantonsrat. Hinzu kommen weitere Engagements, so für die Hauseigentümer, die CVP und als Funktionär im Dienste weiterer In­sti­tu­tio­nen und Vereine.

Radrennfahrer ausgezeichnet

Aadorf mit seinen rund 8500 Einwohnern verfügt über ein beschränktes ­Reservoir an überdurchschnittlichen Sportlern. Wegen Verletzungspechs waren diesmal weniger Nominationen eingegangen als in den Vorjahren. Dieser Umstand schmälerte aber keineswegs die Leistungen, wie etwa jene des FBV Ettenhausen Faustball, der mit einem beachtlichen Palmarès aufwartete. Ebenfalls einen Check mit Bargeld konnte Radrennfahrer Lukas Rutishauser aus Wittenwil in der Kategorie Nachwuchstalent für seine hohen Platzierungen entgegennehmen.

Gäbe es einen weiteren Preis zur Vergabe, so hätte diesen die verantwortliche Kommission «Kultur, Freizeit und Sport» verdient. Mit eingeschlossen der Conférencier und Moderator Andy Marti, der umsichtig, eloquent und einfühlsam durch das andert­halbstündige Programm führte. Die Bevölkerung und die Prot­ago­nis­ten dankten mit herzlichem Beifall und würdigten im Speziellen die musikalischen Darbietungen. Gesanglich bewies der Schülerchor von Nico Lengwiler erstaunliche Zungenfertigkeit und viel Taktgefühl. Instrumental setzte der Auftritt von Dai Kimoto & the Monkeys Jazzband noch das Pünktchen auf das i. Mit Blues- und Rockmelodien spielten sich die jungen Musikanten in die Herzen der Zuhörerschaft. Das Niveau, das der japanische Bandleader Da Kimoto – ausgerüstet mit einer Fotokamera – mit seinen Schützlingen erreicht, war erstaunlich. «Ich besuche den Anlass seit Jahren, und jedes Mal ist er schön und abwechslungsreich», sagte die Aadorferin Silvia Ammann bei dem von der Gemeinde abschliessend offerierten Apéro. «Mich interessiert, was die Jungen so machen, und immer wieder bin ich überrascht ob der tollen Leistungen. Zudem rechtfertigt allein der Unterhaltungsteil einen Besuch.»

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