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Keine Busse für den Kanton

Praktisch ohne Diskussionen ging die Gemeindeversammlung von Bauma über die Bühne. Allerdings forderte ein Votant eine Busse für den Kanton, um die Einnahmen zu verbessern.

Obwohl die ersten Bauarbeiten im Bereich Dillhaus an der Tösstalstrasse schon begonnen haben, stimmten die 69 Anwesenden an der Baumer Gemeindeversammlung erst am Montagabend über die nötige Änderung im Zonenplan ab. Das kantonale Tiefbauamt will die Tösstalstrasse an dieser Stelle verlegen und sanieren. Zudem will es einen neuen Gehweg für Fussgänger erstellen und einen neuen Abbieger in das Industriegebiet bauen. Für das Projekt hat der Regierungsrat gut 3 Millionen Franken bewilligt. Die Gemeinde Bauma hat dafür eine Parzelle aus der Reservezone der Wohnzone zugesprochen. An der Gemeindeversammlung nannte ein Votant die Abstimmung «eine Farce». «Wenn ein Bürger bauen würde, bevor er die Baubewilligung dafür erhalten hat, müsste er mit Bussen und Abriss rechnen», sagte er und fügte halb im Scherz hinzu: «Ich finde, die Gemeinde sollte dem Kanton nun auch eine Busse ausstellen und so ihre Einnahmen erhöhen.» Der zuständige Gemeinderat Jakob Schoch beschwichtigte: «Der Kanton ist derzeit erst dabei, Gebäude abzureissen, die wegen der neuen Strassenführung weichen müssen.» Für diese Abrissarbeiten würden selbstverständlich alle Bewilligungen vorliegen, eine Busse sei dar­um nicht möglich. Das Geschäft wurde schliesslich ohne Gegenstimme genehmigt. «Schwarze Null» budgetiert Weiter genehmigten die Baumer auch den Voranschlag 2014. «Das letzte Budget allein für unsere Gemeinde», betonte Präsidentin Marianne Heimgartner. Für das Jahr 2015 wird dann schon für das angeschlossene Sternenberg mitgeplant. Der Gemeinderat rechnet für das nächste Jahr mit einer «schwarzen Null». Es resultieren rund 300 000 Franken Einnahmenüberschuss bei einem Aufwand von rund 32,4 Millionen Franken. Man rechnet für das kommende Jahr mit Mehreinnahmen aus den Steuern von rund 700 000 Franken. Dafür werden die Einnahmen aus dem Finanzausgleich sinken, weil keine sogenannten Glencore-Millionen mehr fliessen werden. Der Steuerfuss bleibt bei 117 Prozent. Unter «Investitionen» sind immer noch 800 000 Franken für die Sanierung des Gemeindehauses aufgeführt. «Wir haben das Budget vor der Urnenabstimmung vom 24. November gemacht», erklärte Heimgartner. Das Stimmvolk lehnte den Kredit damals ab. Das Gemeindehaus sei aber nach wie vor stark sanierungsbedürftig, was Kosten zur Folge habe. Der Gemeinderat berate derzeit das weitere Vorgehen. Als drittes Geschäft winkten die Anwesenden den Stellenplan der Gemeinde durch. Dieser sieht ein 100-Prozent-Pensum anstatt wie bisher 30 Prozent für den Brunnenmeister vor.

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