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«Keine Schliessung ohne Not»

Eine Fusion bedroht unser Schulhaus: Diese Angst sitzt in manchen Köpfen im Flaachtal. Jetzt versprechen die Behörden, ohne Not werde auch künftig kein Schulhaus geschlossen.

Das Fusionsprojekt «Zusammenarbeit der Schulen im Flaachtal» (ZAF) nimmt Formen an. Der Vereinigungsvertrag ist bereits aufgesetzt und liegt beim Kanton zur Vorprüfung. Auch ist schon klar, wann über den Zusammenschluss der sechs Schulgemeinden abgestimmt wird: am 22. September 2013.

Bis dahin wartet auf die Schulpflegen in Flaach, Volken, Dorf, Buch und Berg am Irchel noch viel Überzeugungsarbeit, denn mancherorts wurden bereits Befürchtungen laut, die Fusion führe automatisch zur Schliessung von Schulhäusern. Doch dem sei nicht so, sagte Urs Eichenberger, der als Präsident der Sek Flaachtal am Mittwoch die Gemeindeversammlung über den Zwischenstand von ZAF informierte. Die Schulstandorte sollen erhalten bleiben, ein Zentralschulhaus wolle man nicht. «Ohne Not wird auch in Zukunft kein Standort geschlossen.» Eine Kreisschulgemeinde könnte aber die Infrastruktur besser und flexibler auslasten, zum Beispiel für Angebote wie den Mittagstisch. Auch sollen Schuleinheiten wie die von Dorf und Volken, die heute schon eng kooperieren, weiterbestehen. «Da sind eingespielte Teams am Werk, das wollen wir nicht über den Haufen werfen», so Eichenberger.

Für den Fall, dass in ferner Zukunft doch ein Standort geschlossen wird, ist ein Vorkaufsrecht für die Gemeinden für Liegenschaften oder Land vorgesehen. Noch offen ist aber, wie Besitz und Nutzung der Mehrzweckhallen geregelt werden sollen. Auch noch unklar ist, wie sich eine Fusion auf die Finanzen auswirken würde. Für seriöse Aussagen müsse die Rechnung 2012 abgewartet werden, so Eichenberger. Bisher wurde ein Sparpotenzial von etwa 250 000 Franken errechnet, was im Vergleich mit einem Gesamtbudget von rund 10 Millionen eher wenig scheint.

Auflösung droht

Doch Eichenberger betonte, es gehe nicht primär ums Sparen. «Wir wollen die Schulqualität halten und weiter den ganzen Klassenkanon im Flaachtal anbieten.» Denn falls die Fusion scheitert, steht die Existenz der Sek Flaachtal auf dem Spiel. Mit etwas über 100 Schülerinnen und Schülern erfüllt sie die kantonalen Anforderungen an die Mindestgrösse heute schon nicht, und in Zukunft dürften die Schülerzahlen noch sinken. Sollte die Sek nicht in einer Kreisschule Unterschlupf finden, droht ein Anschluss an Andelfingen oder Neftenbach. Für eine Fusion sprechen laut Eichenberger aber auch die laufend neuen Aufgaben und die unter Druck geratenen Steuerfüsse.

Im nächsten Sommer finden mehrere öffentliche Info-Abende und Diskussionen statt. Sprechen sich die Flaachtalerinnen und Flaachtaler danach für die Fusion aus, wird die Schulgemeinde auf Anfang 2015 gegründet – ein Jahr später als ursprünglich geplant. Die neue, elfköpfige Schulpflege könnte so bei den nächsten ordentlichen Wahlen 2014 gewählt werden.

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