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King of Pop als Passion

Der Wülflinger Ueli Meier ist Fan mit Herzblut: Er ist Mit­gründer der grössten Schweizer Fanpage für Michael Jackson.

Dass Michael Jackson nur in Mineralwasser gebadet haben soll? Ein Gerücht. Er selbst und sein Manager haben es in die Welt gesetzt, um das extravagante Image des Popstars zu fördern, weiss Ueli Meier. Er ist Mitgründer der grössten Michael-Jackson-Fanpage der Schweiz. Die Fakten zum amerikanischen Sänger kennt er alle. Das Arbeitszimmer seiner Wohnung in Wülflingen könnte denn auch als Kleinstmuseum durchgehen. Die Wände sind mit Vinylalben geschmückt, die Regale sind voll mit Biografien, DVDs und Tourbooks – einige davon teure Raritäten, die in Plastikmappen aufbewahrt werden. Sogar exklusive Jackson-Schokolade liegt im Gestell. Der 29-Jährige ist Fan seit er zehn Jahre alt war. «Michael Jackson hat bei «Wetten, dass …» den «Earth Song» und «Dangerous» gesungen. Von da an war ich fasziniert», sagt er. In Internetforen begann er nach Gleichgesinnten zu suchen, sehnte sich nach Austausch. Bald dar­auf gründete er mit anderen zusammen die Website jackson.ch. Heute verzeichnen sie monatlich 30 000 Klicks. Keine blinde Fanliebe Wichtiger als die Fanpage ist Meier aber die Community: «Von der Präsidentin der Kirchenpflege über Journalisten bis zu Handwerkern ist alles dabei. Michael Jackson hat viele zusammengebracht.» Meier selber ist gelernter Geomatiker und lebt seit sieben Jahren in Winterthur. Trotz der grossen Faszination für den einen Musiker erweckt der 29-Jährige nicht den Eindruck, blinder Fanliebe erlegen zu sein. Er habe noch andere Hobbys als die Musik, sagt Meier und muss lachen, als er beim Aufzählen nicht besonders weit kommt. Die Website wolle die verschiedenen Facetten des Künstlers Jackson hervorheben, sagt er. Den Sänger, den Tänzer, den Komponisten, den Performer. Ihm sei absolut bewusst, dass Jackson auch nur ein Mensch mit Fehlern gewesen ist. «Aber das macht ihn ja gerade spannend», sagt er, und man glaubt es. Das Team hinter der Website versuche den Fokus wieder mehr auf die Kunst und weg von den Gerüchten und Skandalen zu bewegen: «Jackson war über Jahrzehnte hinweg einer der erfolgreichsten Musiker der Welt. Die negative Publicity in den Nullerjahren überdeckt das manchmal.» Jackson.ch informiert über alle News zum Sänger. Zurzeit laufe etwa die Ausstellung «Neverland Lost» in der Photobastei Zürich, sagt Meier und hängt gleich eine Anekdote an: Ausgestellt sei ein Foto der Glitzersocken des King of Pops, an der Marke könne man erkennen, dass es sich um ein Billigprodukt aus einem Supermarkt handle. Ein Mitarbeiter von Jackson habe die Pailletten aufgestickt. «Sein ganzes Leben war eine Inszenierung», sagt Meier sichtlich beeindruckt. Als Nächstes auf dem Programm steht die Show «Thriller – Live», die am Freitag im Theater 11 startet. Meier selbst hat sie schon mehrmals besucht: «Es ist ein würdiger Tribut an den King.» Wenn das jemand beurteilen kann, dann wohl Ueli Meier.

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