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Kirche will Gottesdienst auslagern

Eine Umfrage hat gezeigt: Die Reformierten können aus Spargründen auf einen Gottesdienst im Monat in Wildberg verzichten.

Die Reformierte Kirchgemeinde Wildberg hat sich im Oktober an einem Informations- und Austauschanlass Gedanken über die Zukunft gemacht. Dabei konnten die Teilnehmer auch einen Umfragebogen ausfüllen. Die Ergebnisse präsentierte Kirchenpflegepräsidentin Monique Blattmann nun am Mittwochabend an der Gemeindeversammlung. Die Frage, ob aus Spargründen auf einen Gottesdienst im Monat in Wildberg verzichtet werden könnte, beantworteten 37 Kirchgänger mit einem Ja. Nur eine einzige Person konnte sich dies explizit nicht vorstellen. Als Wunschpartner für eine Zusammenarbeit kristallisierte sich mit 31 Stimmen zudem die Kirchgemeinde Pfäffikon heraus. Dahinter folgten Russikon (13), Wila (7) und Turbenthal (5). «Noch ist nichts geschehen», betonte Blattmann. Die Kirchenpflege werde nun aber Kontakt mit Pfäffikon aufnehmen. Bis Ostern wird sich noch nichts verändern. Danach kann sich die Kirchenpflege aber bereits vorstellen, einen Gottesdienst im Monat in Wildberg ausfallen zu lassen. Die Feiertage bleiben davon ausgenommen. Die Kirchenpflege will im Gemeindeblatt über die weiteren Schritte informieren. Die traktandierten Geschäfte der Kirchgemeinde passierten diskussionslos: Das Budget 2014 (Defizit von 20 000 Franken) und der Investitionsantrag für die Orgelrevision wurden ohne Gegenstimme genehmigt. Die Kosten dafür werden auf 70 000 Franken geschätzt. Die Orgel weist diverse Schäden auf und ist auch von Schimmel befallen. Spezielle Steuerfussrechnung Ein Novum gibt es 2014 beim Wildberger Gesamtsteuerfuss. Das Pro- blem: Weil der Ortsteil Schalchen zur Oberstufe Wila und der Rest von Wildberg zur Sekundarschule Turbenthal-Wildberg gehört, gelten eigentlich zwei verschiedene Steuerfüsse. Bisher floss jedoch immer nur der tiefere Ansatz beider Schulen in die Steuerrechnung ein. Im nächsten Jahr ist jedoch alles anders, wie Michael Häringer, Finanzvorstand der Politischen Gemeinde, erklärte. Die Oberstufe Wila hat ihren Ansatz nämlich um 22 Punkte auf 16 Prozent gesenkt, trotzdem erhebt Wildberg weiterhin den – nun höheren – Ansatz der Sekundarschule Turbenthal-Wildberg (29 Prozent). Der Grund: «Die Oberstufe Wila hat extrem schwankende Steuerfüsse», erklärte Häringer. Künftig könnte der Ansatz auf bis zu 50 Prozent steigen. Der Gesamtsteuerfuss bleibt in Wildberg somit unverändert bei 119 Prozent. Noch unklar ist, ob der Bezirksrat dieses Vorgehen rügen wird. Allerdings haben die fünf Schulgemeinden im mittleren Tösstal ein Projekt gestartet, um das Chaos mit den Grenzen aufzulösen. So wollen die Primarschulen Turbenthal, Wila und Wildberg sowie die beiden Oberstufen im September 2014 an der Urne die Grundsatzfrage für eine Fusion stellen. Die Budgets 2014 der Politischen Gemeinde (Defizit von 35 000 Franken) und der Primarschulgemeinde (Defizit von 308 000 Franken) wurden schliesslich diskussionslos genehmigt. Die 38 anwesenden Stimmberechtigten nahmen zudem die höheren Entschädigungen für die Mitglieder der Wasserwerkkommission und die Bauabrechnung für den Quartierplan Schluch und die Erschliessung Sunnhalde ab. (fam)

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