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Kirchenpforte für Flaach und Dorf geöffnet

Die Reformierten aus Buch am Irchel laden nicht nur Flaach-Volken zu Fusionsverhandlungen ein. Sie signalisieren auch den Dorfemern, dass sie willkommen wären.

Buch und Berg am Irchel hätten bereits über eine gemeinsame Kirchenordnung abstimmen können. Doch die fusionswilligen Kirchgemeinden haben den Prozess gestoppt, um auch Flaach-Volken einbeziehen zu können («Landbote» vom 5. Juni). «Uns Kirchenpflegen war es wichtig, dass sich alle Stimmberechtigten dazu äussern können», sagte Margrit Gut, Kirchenpflegepräsidentin von Buch am Irchel. Sie legte an der Gemeindeversammlung vom Freitag die Gründe dar, weshalb sich die Behörden für eine Dreierfusion begeistern: Zu zweit habe man nur Anspruch auf eine Pfarrerin oder einen Pfarrer, zu dritt auf zwei oder sogar drei.

Mit grosser Mehrheit – mit 28 zu 3 Stimmen – befürworteten die 33 reformierten Anwesenden den Einbezug von Flaach-Volken in Fusionsgespräche. Die vorgängige Diskussion hatte sich rasch einmal um die Frage gedreht: «Wenn Buch, Berg und Flaach-Volken über ein Zusammenwachsen nachdenken, weshalb reden sie nicht auch mit Dorf, der vierten Kirchgemeinde im Flaachtal?» Präsidentin Gut sagte, Dorf habe vor zwei Jahren eine Fusion deutlich abgelehnt. «Wir haben aber sicher nichts gegen Dorf und schlagen deshalb vor, dass wir konsultativ bereits über den Einbezug von Dorf abstimmen.» Diese Frage wurde ebenfalls bejaht.

Tafelsilber nicht verscherbeln

Ein Anwesender äusserte seine Bedenken bezüglich Motivation von Flaach-Volken. Die Kirchgemeinde Buch am Irchel besitze nämlich ein Stück Bauland unterhalb des Pfarrhauses. «Will Flaach deswegen fusionieren?», fragte er und mahnte: «Wir dürfen nicht unser Tafelsilber verscherbeln.» Er schlug vor, das Grundstück der Gemeinde zurückzugeben, damit diese es verkaufen und den Gewinn in die neue Mehrzweckhalle investieren könne. Finanzvorsteher Fredi Krummenacher entwarnte: Flaach verfüge mit einer halben Million Franken über fünfmal so viel Eigenkapital wie Buch. Der Antrag wurde schliesslich mit 17 zu 13 Stimmen abgelehnt.

Des Weiteren winkte die Versammlung die Rechnungen von 2013 durch: Jene der Kirche schloss bei einem Aufwand von 264 000 Franken und einem Ertrag von 252 000 Franken mit einem kleinen Minus ab. Für die Politische Gemeinde (45 Stimmberechtigte) resultierte ein Plus von 230 000 Franken. Einem Aufwand von 4,52 Millionen Franken stand ein Ertrag von 4,75 Millionen gegenüber.

Schulpfleger gesucht

Die Primarschule musste bei einem Aufwand von 1,93 Millionen und einem Ertrag von 1,84 Millionen ein Defizit von knapp 90 000 Franken hinnehmen, hatte dieses jedoch in etwa so budgetiert, wie Schulpflegepräsident Ernst Kramer ausführte. Für ihn ging damit die letzte eigene Schulgemeindeversammlung zu Ende. Die nächste vom 9. Dezember wird bereits im Rahmen der neuen Schulkreisgemeinde stattfinden. Per 2015 schliessen sich die sechs Schulen im Flaachtal zusammen. Die neue Behörde wird am 28. September 2014 gewählt. Für die elf Sitze liegen acht Vorschläge vor. Weitere Kandidaturen seien willkommen und bis zum 7. Juli der Gemeinde Flaach zu melden.

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