Zum Hauptinhalt springen

Knatsch an der Sek Wiesendangen

Eltern und Lehrpersonen kritisieren das Leitungsgremium der Schule Wiesendangen. Der Schulpräsident weist die Vorwürfe zurück.

Schulleiter wechseln im Jahrestakt. Langjährige Lehrpersonen verlassen die Schule. In Wiesendangen schwelt ein Konflikt, der vor allem an der Oberstufe ausgebrochen ist. Der neue Schulleiter der Sek bleibt nur ein Jahr im Amt. Mit ihm verlassen zwei langjährige Sek-B-Lehrer die Schule. Erst vor einem Jahr hatte die Hälfte der Lehrpersonen an der Oberstufe gekündigt. Nun haben einige Eltern genug und äussern ihren Unmut öffentlich. «Die Schulpflege versucht nicht, die guten Lehrer zu halten», sagt zum Beispiel Conny Häne, Mutter zweier Oberstufenschüler. Das gesamte Leitungsgremium der Schule nehme die Anliegen der Lehrerinnen und Lehrer nicht ernst. Das bestätigen aktuelle und ehemalige Lehrpersonen und Angestellte der Schule Wiesendangen, die meist anonym bleiben wollen. Wer den Kritikern zuhört, kann weder Hauptschuldige noch einen gravierenden Vorwurf ausmachen. Diverse Vorfälle zeigen aber, dass die Stimmung vergiftet ist. Dar­un­ter litten sogar die Jugendlichen, sagt ein Jugendarbeiter. «Grund ist die Reform» Schulpräsident Ueli Christen nimmt zu den Vorwürfen detailliert Stellung: Die zahlreichen Kündigungen vor einem Jahr hätten mit dem Abgang des damaligen Schulleiters zu tun gehabt und mit der Umstellung auf gemischte Niveauklassen. «Einige Lehrpersonen fühlten sich aus diesem Grund nicht mehr wohl an der Schule.» Eltern- und Lehrerschaft wer- fen der Schulpflege vor, sie verteile Maulkörbe. Der pensionierte Reallehrer Jürg Stutz zum Beispiel erhielt ein Lehrerzimmerverbot, weil er an der Gemeindeversammlung kritische Fragen zur Kündigungswelle stellte. Der Schulpräsident widerspricht: «Wir nehmen Kritik ernst, diskutieren sie und bringen – wo nötig – Korrekturen an.» Die Behörde verpasse Eltern keinen Maulkorb. «Wir können und wollen ihnen doch das Reden nicht verbieten.» Häne und andere Eltern haben den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt, weil sie «die Wiederwahl zumindest einiger Schulpflegemitglieder in Frage stellen». Schulpräsident Christen will 2014 ohnehin nicht mehr zur Wahl antreten, wie er im Interview sagt. Seite 25

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch