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Komitee will ­Werkstatt für ­Schulen retten

Lehrer fordern, dass der Stadtrat die Schliessung der Zentralwerkstatt nochmals überdenkt. Die Chancen für eine Umkehr stehen jedoch nicht gut.

Das «Komitee pro Zentralwerkstatt» hat am Freitag rund 500 Unterschriften an Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) überreicht. Lehrpersonen fast aller Schulhäuser unterzeichneten einen Brief, in dem der Stadtrat gebeten wird, der Zentralwerkstatt noch eine Chance zu geben. «Wir brauchen für einen qualifizierten und ausgewogenen Werken- und Handarbeitsunterricht an unseren Schu­len weiterhin eine Zentralwerkstatt», heisst es im Brief. Für Arbeiten wie Materialeinkauf und -zuschnitt, Scherenschleifen oder Maschinenwarten sowie für die Beratung der Lehrer brauche es weiterhin eine Fachperson. Das Komitee und die Unterzeichner bitten den Stadtrat, nochmals alle Varianten zu prüfen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. ­ Zudem wird auf die Bedeutung von handwerklichen Fächern verwiesen. Diese seien als Ausgleich zu kognitiven Fächern wichtig. 150 000 Franken sparen Der Stadtrat hatte im Herbst 2014 beschlossen, die Zentralwerkstatt auf Sommer 2015 zu schliessen. 400 000 Franken kostet die Werkstatt im Jahr. Mit der Schliessung können jedoch nur 150 000 Franken jährlich eingespart werden, da ein grosser Teil der Dienst­leistungen nach der Schliessung weiter erbracht werden muss. Hans-­Peter Karli vom «Komitee pro Zentralwerkstatt» ist über­zeugt, dass sich dieser Betrag auch ohne Schliessung einsparen liesse. So könnte man auf einen Mitarbeiter verzichten und das Materialbudget kürzen. Er ist ­ der Ansicht, dass die Stadt alternative Möglichkeiten zu wenig ­seriös geprüft hat. «Jede andere Lösung wird schlechter oder teurer werden als die heutige Zen­tral­werkstatt», sagt Karli. Allzu grosse Hoffnungen können sich die betroffenen Mitarbeiter und die Lehrkräfte aber nicht machen: «Ich habe die Petition entgegengenommen und bringe das Anliegen mit in den Stadtrat», sagt Fritschi auf An­frage. Allerdings sei es schwie­rig, einen vor längerer Zeit gefällten Entschluss wieder umzustossen. Das Komitee soll gemäss Frit­schi in den nächsten Monaten eine Antwort erhalten. Mirjam Fonti

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