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Kommentar

Ein Reinfall von A bis Z

Den Verantwortlichen von ZHAW und Bildungs­direktion kann man nach dem gestrigen Entscheid nur noch eines zugutehalten: Sie ­haben die Umzugspläne für die School of Engineering ohne Wenn und Aber verworfen. Das frühere Technikum bleibt in Winterthur, mit allen Abteilungen.

Bis auf diesen Schlusspunkt aber ist diese Episode um eine Verschiebung nach Dübendorf eine einzige Blamage. Politisch hatte die Idee keine Fürsprecher. Selbst FDP-Nationalrat Ruedi Noser, der als Vater des Innovationsparks in Dübendorf gilt, konnte ihr nichts abgewinnen. Finanzielle Vorteile hätte ein Umzug nicht, wie jetzt eine 177-seitige Studie zeigt. Und demnach würden auch die Studentenzahlen zurückgehen.

Das Fazit der Studie wirft die Frage auf, ob es je gute Gründe gab, eine Verlegung zu prüfen. Denn dass Dübendorf für Studenten weniger attraktiv sein und die Lehre Schaden nehmen würde, stand von Anfang an fest. Die Verantwortlichen haben sich vom Prestige blenden lassen, das die Nachbarschaft zu internationalen Grosskonzernen verspricht. Das ist umso störender, als noch immer unklar ist, wer die politische Verantwortung dafür trägt. Der ZHAW-Rektor, die Bildungsdirektion oder, noch schlimmer, der Regierungsrat? Wer immer es war, hat die Bedürfnisse der Studierenden und der Stadt ­Winterthur gering geschätzt.

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