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Kontroverse um die Ästhetik von Flachdächern

«Die Einheit des Dorfteils Steinegg wird durch die Flachdächer gestört. In diese Hanglage gehören nicht solche Häuser», wetterten einige Teilnehmer an der Versammlung der Politischen Gemeinde Wiesendangen. Andere warnten davor, durch das Abweichen von der Regelbauweise eine Ungerechtigkeit oder ein Präjudiz zu schaffen: «Wir kommen in Erklärungsnotstand, wenn der nächste Bauherr mit demselben Ansinnen kommt», hiess es.

Gegenstand der Aufregung war das Überbauungskonzept für das an einen Generalunternehmer verkaufte Bauland der Stiftung Sprecher-Schweizer an der Wannenstrasse: Der den Stimmberechtigten zur Genehmigung vorliegende Gestaltungsplan sah für die fünf Mehrfamilienhäuser begrünte Flachdächer vor.

Bauvorstand Peter Huss entgegnete den Kritikern, man habe gerade aus Rücksicht auf die Nachbarn auf Giebeldächer verzichtet. Die fünf gedrungenen, weit auseinanderstehenden Baukörper mit je nur drei Wohnungen verbesserten die Durchsicht. «Die Flachdächer sind der einzige Grund, war­um wir mit diesem Gestaltungsplan an die Gemeindeversammlung gelangen», stellte Huss klar. Rückendeckung erhielt er von einem Befürworter des Projekts, der bezweifelte, dass eine – als Alternative zur Diskussion gestellte Reihenhaussiedlung – ästhetisch eine bessere Lösung ergäbe. Die Stimmberechtigten folgten dem Antrag des Gemeinderats dar­auf mit 135 zu 56 Stimmen.

Neben den im Mittelpunkt stehenden Traktanden Mobilfunkantenne und Gestaltungsplan Wanne lagen an der vierstündigen Versammlung noch neun unbestrittene Traktanden von Schulgemeinde, Politischer Gemeinde und Reformierter Kirchgemeinde vor. Dazu gehörten unter anderem die drei Jahresrechnungen, welche die Budgets allesamt deutlich übertrafen. Im Weiteren orientierte Bauvorstand Marcel Suhner über die umfangreichen Bauprojekte der Schule: Als erstes Vorhaben soll oberhalb der Sagi-Halle der dringend benötigte Kindergartenneubau realisiert werden. (el)

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