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Konzept für die Museen

Jean-Pierre Hoby, früherer Kultursekretär der Stadt Zürich, überarbeitet das fünf Jahre alte Winterthurer Museumskonzept.

Die Villa Flora ist geschlossen, der Betrieb des Museums Oskar Reinhart am Stadtgarten (MOR) nur noch bis Mitte 2016 gesichert: Die Winterthurer Museumslandschaft ist eine Baustelle. Nicht erst seit kurzem: Das von David Streiff vorgelegte Museumskonzept stammt aus dem Jahr 2007, zwei Jahre später gab es bereits eine überarbeitete Variante. Umgesetzt wurde es bisher nicht.

Nun wird auf dieser Baustelle wieder gearbeitet. Jean-Pierre Hoby, früherer Kultursekretär der Stadt Zürich, hat von Stadtpräsident Michael Künzle den Auftrag erhalten, die Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen, wie Hoby auf Anfrage bestätigt: «Die gegenwärtige Lage ist kein Zustand, hier muss etwas geschehen.» Angesichts der Finanzlage der Stadt bestehe Handlungsbedarf. Hobys Vorschläge fliessen in das Gesamtkulturkonzept ein, das Ende Jahr vorliegen soll, und werden dann dem Stadtrat und dem Gemeinderat unterbreitet.

Streiffs Konzept sah unter anderem die organisatorische Eingliederung der Villa Flora in das Kunstmuseum vor. Der Kanton Zürich hat dazu bereits grünes Licht gegeben. Der Winterthurer Stadtrat hingegen entschied sich, angesichts von Spartendenzen im Gemeinderat mit der Umsetzung zuzuwarten. Ebenfalls noch nicht umgesetzt ist die Eingliederung des Museums Briner und Kern in das MOR.

Wo setzt Hoby den Schwerpunkt? Dazu kann er noch nichts sagen. Er sei mit den betroffenen Museen im Gespräch. Diese müssten sich «anders und besser organisieren», sagt Hoby. Mehr lässt er sich nicht entlocken. Auch nicht zur Suche nach möglichen Geldgebern, ohne die es nicht gehen wird. Seine Grundüberzeugung: «Die Museen sind ein Wert für Winterthur, für die Ausstrahlung der Stadt. Es wäre jammerschade, das aufzugeben.» dwo

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