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Kreatives Chaos erwünscht

Spontan und ohne zu überlegen ein Bild malen: Beim «Actionpainting» der Bassersdorfer Mädchentage sind die Schülerinnen unter sich.

Aus dem ehemaligen Feuerwehrlokal im Zen­trum von Bassersdorf ertönen ungewohnte Klänge: House-Musik, dazwischen das Geplauder von jungen Mädchen. Neun sind es insgesamt. Sie haben sich dort versammelt, wo einst die Feuerwehrautos geparkt waren. Jetzt ist die Halle leer, nur ein langer Holztisch steht in der Mitte. Pinsel in allen Grössen und Variationen, Zahnbürsten, Schwämme, Spachtel, Roller und Acrylfarben sind fein säuberlich dar­auf ausgebreitet. Der Boden ist mit Packpapier ausgelegt.

Malatelierleiterin Regula Treichler erklärt: «Die Bilder werden sich ständig ändern. Überlegt euch, wie ihr damit umgeht. Das ist nicht einfach.» Die neun Mädchen hören zu, nicken. Im Actionpainting ist alles erlaubt. «Die Mädchen sollen spontan ans Werk gehen», sagt Treichler. «Nichts überlegen, einfach drauflosmalen – und den Frust rauslassen, sofern überhaupt einer da ist.» Zwei Tage werden die Schülerinnen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren an mehreren Bildern arbeiten. Drei etwas grössere sollen dereinst im Jugendhaus Jam an den Wänden hängen.

Der Workshop findet im Rahmen der Mädchentage statt, welche die Jugend- und Schulsozialarbeit gemeinsam organisieren. 40 Franken kosten die zwei Tage für die Schülerinnen. Die Politische sowie die beiden Kirchgemeinden beteiligen sich an den Kosten. Für die Buben finden die Workshops (Bubentage) nächste Woche statt. Während die Mädchen kochen, reiten, moderieren und ein Musical einstudieren, gehen die Buben skaten, klettern, zum Armbrustschiessen und lassen Modellflugzeuge fliegen.

Gestärktes Selbstvertrauen

Ziel ist es, den Kindern in den Herbstferien eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten. Sie sollen Neues lernen, Kontakte knüpfen und ihr Selbstvertrauen stärken. «Die Mädchen sowie auch die Buben geniessen es, wenn sie einmal unter sich sein können», sagt Schulsozialarbeiterin Susan Krause. Als Instruktoren sind deshalb auch ausschliesslich Frauen respektive Männer im Einsatz.

Im Feuerwehrlokal arbeiten derweil die Mädchen in Dreiergruppen an den Bildern. Nadia, Delia und Sofija haben die auf dem Boden liegende Leinwand mit blauer Farbe überzogen. Weisse Farbspritzer sollen das Werk nun beleben. Mit Spachteln bewaffnet rufen sie «eins, zwei und drei» und «schmeissen» die Farbe in hohem Bogen auf die Leinwand. «Es macht Spass, nichts überlegen zu müssen, sondern einfach draufloswerken zu können», sagt Delia. Die anderen beiden nicken und gehen zum nächsten Bild, das sie nun weiterbearbeiten wollen.

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