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«L’Agefi»-Besitzer soll Steuern hinterzogen haben

Alain Duménil, der Besitzer der Westschweizer Wirtschaftszeitung «L’Agefi», wird schwerwiegender Steuerdelikte verdächtig. Er weist die Vorwürfe zurück.

Zwischen 2003 und 2011 soll Alain Duménil, der Besitzer der Westschweizer Wirtschaftszeitung «L’Agefi», insgesamt 54 Millionen Franken an Einkommen den Steuerbehörden vorenthalten haben. Dies entspricht einer Summe von rund 20 Millionen Franken, die er an Steuern hätte zahlen müssen. Der in Crans-Montana im Wallis wohnhafte französisch-schweizerische Geschäftsmann habe es unterlassen, ausserordentliche Dividenden der Immobiliengesellschaft Acanthe Développement in Paris, bei der er Mehrheitsaktionär ist, den Steuerbehörden zu melden, wie «L’Hebdo» und der «Tages-Anzeiger» berichteten. Die Existenz eines Verfahrens gegen Duménil wird in mehreren Entscheiden bestätigt, die vergangene Woche vom Bundesstrafgericht in Bellinzona publik gemacht worden sind. Das Haus des Verdächtigen wurde untersucht, parallel dazu hat die Eidgenössische Steuerverwaltung die Beschlagnahmung von Immobilien und Konten von Duménil angeordnet.

Rekurs gegen Entscheid

Duménil sagte zu den Vorwürfen, dass er die erhaltenen Dividenden für die 10 Prozent der Aktien, die sich in seinem privaten Besitz befänden, deklariert und versteuert habe. Die Dividenden der 40 Prozent der Aktien, die er über seine Gesellschaften in Luxemburg halte, seien Gegenstand der Besteuerung seiner Firmen in Luxemburg. Sein Anwalt Alexandre Faltin verwies darauf, dass sich die Untersuchung noch ganz am Anfang befinde. Ohne der Sache auf den Grund zu gehen, habe das Bundesstrafgericht mehrere Entscheide gefällt. Gegen einige von ihnen sei beim Bundesgericht Rekurs eingereicht worden, sagte Faltin.

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