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Landfrauen aus ungleichen Welten

Jede von ihnen lebt in einer komplett anderen Welt. Doch Momini Serrobé, Maja Hübscher und Yaini Contreras haben auch etwas gemeinsam: Sie sind Bäuerinnen und die Stützen ihrer Familienbetriebe.

Momini Serrobé ist 48 Jahre alt und lebt im Tschad. Sie ist Mut­ter von acht Kindern im Alter von 12 bis 20 Jahren. Zudem versorgt sie acht weitere Kinder, die von der ers­ten Frau ihres Mannes stam­men. «Ich stehe jeden Tag um fünf Uhr morgens auf», sagt die zen­tral­afrikanische Bäuerin, die mo­men­tan am Bäuerinnen-Dialog des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands und von Swiss­aid, der Schweizerischen Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit, teilnimmt (siehe angehängter Artikel). Serrobé erzählt weiter: Nach dem Aufstehen hole sie vom 1,5 Kilo­meter entfernten Brunnen 20 Liter Wasser und trage diese auf dem Kopf zurück. Nachdem die grosse Familie mit dem Frühstück versorgt ist, kümmert sie sich um die Ziegen und die Feldarbeit. Zudem hilft Serrobé im Auf­trag von Swiss­aid Landfrauen, sich weiterzubilden. Ihre Reise durch die Schweiz führte die Afrikanerin gestern auf den Hof von Maja und Martin Hüb­scher in Liebensberg, wo es unter anderem um Obstanbau ging. Maja Hübscher, selbst Mutter von zwei Kindern im Alter von 14 und 15 Jahren, nahm die Besucherinnen herzlich in Empfang. «Ich kann ihnen nicht viel aus­ser Gastfreundschaft mitgeben, aber die finde ich sehr wichtig», sagte die 45-jährige Liebensbergerin. «Ich habe einiges gelernt» Auch Yaini Isabel Contreras ist eine von acht Frauen, die am Bäue­rinnen-Dia­log teilnimmt. Die 32-jährige Kolumbianerin wohnt in Media Sombra im Nordosten Kolumbiens. Mit ihrem Lebens­partner zieht sie ihre achtjährige Tochter gross. Contreras hat vier Zucht­kühe, fünf Schweine, 39 Hühner, drei Trut­hähne und einen Hund. Neben ihrer Tierhaltung betreibt sie auch Acker- und Gemüsebau. Sie baut Maniok, Mais, Jamswurzel, Reis, Bananen und Sesam an. «Mir gefällt es hier sehr, sehr gut», sagt sie. Sehr beeindruckt habe sie, auf wie viel verschiedene Arten hier Mais verarbeitet werde. «Diesbezüglich habe ich einiges gelernt», sagt die kolumbianische Bäuerin, die in ihrer Heimat einen durch Swiss­aid gegründeten Biobauernverband präsidiert. Auch Momini Serrobé hat sich für Zuhause etwas vorgenommen: «Ich will probieren, das Gemüse künftig auch in der Regenzeit und nicht nur in der Trockenzeit anzubauen.» Hier gedeihe das Gemüse schliesslich auch im Regen, meint die Bäuerin, die auf ihrem fünf Hektar grossen Hof im Süden des Tschads Mais, Sorghum, Reis, Boh­nen, Okra, Erdnüsse und Soja anbaut.

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