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Landluft

Alle Jahre wieder ...

Genau wie in diesem alten Weihnachtslied besungen, nämlich alle Jahre wieder, wird es spätestens ab November auf dem Land besonders kreativ. Nicht nur werden auf zahlreichen Märkten die Ergebnisse der handwerklichen Produktion des abgelaufenen Jahres feilgeboten. Auch in Kirchen und Mehrzweckhallen rückt man näher zusammen und präsentiert die Ergebnisse monatelanger Proben. Ein Chorauftritt jagt den nächsten, gefolgt vom Orgelnachmittag, vom Blas­musik­konzert und vom bunten Unterhaltungsabend mit der Theatertruppe. Für die Regionalkultur bedeutet das Hoch­saison.

Anders als im Profibereich, wo gerade an den Feiertagen das Entertainment-Geschäft blüht, weil jeder gepflegt ausgehen möchte, ist das kulturelle Loch auf dem Lande nach dem saisonalen Hype schon absehbar. Dann ist das Pulver erst mal verschossen. Es braucht eine Weile, bis das Repertoire der Amateurmusiker und Theaterliebhaber wieder aufgebaut ist. Das ist meist im Frühjahr der Fall. Und wenn der kreative Fundus auf­gestockt wurde, suchen die beherzten Interpretationen ein ­Publikum, das nicht zuletzt dank «unserer Zeitung» von den künstlerischen Ambitionen seiner Mitmenschen erfahren soll.

Das machen wir gerne, nur einen Wunsch hätte ich: Macht mehr antizyklische Kultur! Entzerrt den Veranstaltungskalender. Orientiert euch mit den Aufführungsdaten nicht nur an den Schulferien. Gerne erwarte ich das traditionelle Januarloch-Konzert (bei Gratiseintritt natürlich), gefolgt vom Bärlauchbasar im März und von der Spargel-Skulpturen-Ausstellung im April. Landluft macht doch kreativ! Dann klappt es auch für alle besser mit der Berichterstattung, denn wir Schreiberlinge und Fotografen sind das ganze Jahr über für euch da.

Gabriele Spiller

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