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Landwirte beflügeln Bucher

niederweningen. Von Krise keine Spur: Bucher Industries hat 2012 den Umsatz und das Betriebsergebnis gesteigert. Einmal mehr entwickelten sich die Landmaschinen zur Ertragsperle.

Ein «gutes Marktumfeld» war 2012 bei den Landmaschinen festzustellen, wie Bucher-Konzernchef Philip Mosimann gestern vor den Medien in Zürich zurückblickte. So schaffte die grösste Division, die Kuhn Group, erstmals die Umsatzmilliarde in Euro, was ein Plus ge­gen­über dem Vorjahr von 16 Prozent ergibt. Der Zuwachs beruhte auf hohen Preisen für Agrarprodukte, insbesondere Mais, Weizen und Soja, was den Landwirten ein höheres Einkommen bescherte und den Anreiz für Investitionen beförderte.

Bei Bucher Municipal, den Kommunalfahrzeugen, konnte ein Umsatzplus von 9 Prozent auf 424 Millionen Franken verzeichnet werden. Hier spielte noch ein Grossauftrag für Kehrfahrzeuge aus Moskau hinein, der alleine 50 Millionen Franken zum Umsatz beitrug. Weil Kommunen in Europa ansonsten eher zurückhaltend sind, reagiert Bucher mit dem Zusammenlegen von Produktionsstätten, etwa in England. Zudem wird in Neuerungen investiert, so das Kehrfahrzeug CityCat H2, das mit Wasserstoff angetrieben wird. Bucher Hydraulics erzielte mit 402 Millionen Franken einen leicht höheren Umsatz. Im Sektor Landmaschinen und in der Fördertechnik brummte das Geschäft, hingegen war es bei Baumaschinen und Industriehydraulik abnehmend. In dieser Division tätigte Bucher Zukäufe – die Ölhydraulik Altenerding bei München. Während sich die Nachfrage in Europa weiter abflachen dürfte, rechnet CEO Mosimann in den USA mit positiven Impulsen.

Von Schweden nach Malaysia

Bei der Division Emhart Glass, die Maschinen zur Glasherstellung produziert und für ein Volumen von 367 Millionen Franken steht, wird restrukturiert, das heisst, es erfolgt eine Verlagerung von Schweden nach Malaysia. Dies hat zur Folge, dass 150 Stellen abgebaut werden. Der Ferne Osten ist klar zukunftsweisend, werden doch dort schon heute 40 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet. Schliesslich Bucher Specials: Bei den Weinproduktionsanlagen haperte es in Frankreich auch 2012, doch für 2013 sind die Subventionen freigegeben, es wird ein Investitionsschub erwartet.

Mit 2,609 Milliarden Franken lag der Konzernumsatz um 11,7 Prozent über Vorjahr. Das Konzernergebnis legte um 21 Prozent auf 154,2 Millionen zu.

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