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Langer Leerstand programmiert

Seit anderthalb Jahren steht das Erdgeschoss im Kesselhaus grossteils leer. Einigen sich die Vermieterin UBS und Saturn nicht, könnte dies bis 2020 so bleiben.

Im Einkaufszentrum Kesselhaus hinter dem Hauptbahnhof, 2010 eröffnet, hatte man von Beginn weg Schwierigkeiten. Schon nach knapp drei Jahren warf der wichtigste Mieter, die Elektronikkette Saturn, das Handtuch. Das war im Frühling 2013. Später schloss auch der Sportladen Doodah, von den fünf Gastrobetrieben im Obergeschoss hatten drei schon vorher aufgegeben.

Neben dem Kino Maxx und der nur abends geöffneten Bar Boiler Room hält sich im Erdgeschoss noch das Sushi-Restaurant Yooji’s, das nach Angaben einer An­gestellten «sehr gut» läuft. Noch immer kommen Leute ins Zen­trum, um bei Saturn einzukaufen, erzählt sie, finden dann aber nur die geschlossenen Läden vor – der grosse Saturn-Schriftzug aussen am Gebäude wurde nie entfernt.

Gespräche mit Saturn «andauernd»

Der Auszug des Elektronik­geschäfts ist eine Bürde für das ganze Kesselhaus – es fehlt ein Geschäft mit Bedarfsartikeln, das den Restaurants Laufkundschaft bringt. Zudem wirken die geschlossenen Läden für die Kunden wenig einladend. Daran ändern dürfte sich in absehbarer Zeit nichts, denn die Verantwortlichen von Saturn hatten mit der Kesselhaus-Besitzerin UBS einen 10-Jahres-Vertrag abgeschlossen. Da die Grossbank also noch bis 2020 ihren Mietzins erhält, hat sie es mit der Wiedervermietung nicht eilig. Jedenfalls kann die UBS auch nach knapp zwei Jahren noch keinen Nachmieter vorweisen. In einer schriftlichen Stellungnahme deutet eine Sprecherin der Bank an, dass immer noch über eine vorzeitige Vertragsauflösung mit Saturn verhandelt wird. Man könne «aufgrund der andauernden Gespräche mit der Mieterin» keine weiteren Angaben machen, heisst es.

Nach dem «überraschenden» Auszug von Saturn sei im Kesselhaus eine «heraus­fordernde Si­tua­tion» entstanden, steht weiter in der UBS-Stellungnahme. «Wir arbeiten mit Hochdruck ­daran, eine umfassende und für den Standort, die anderen Mieter und die Kunden befriedigende Lö­sung zu finden.» gu

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